"Wir haben schon richtig gut Fußball gespielt", freute sich Armin Veh. Frankfurts Trainer hatte nach dem ersten Saisondreier gut lachen, derweil Braunschweig die dritte Niederlage im dritten Spiel verkraften musste.
Die Null-Punkte-Hypothek der ersten beiden Spieltage lastete gleichermaßen auf den Eintracht-Teams. Den Hessen war indes von Beginn an anzumerken, dass dies kein Hindernis sein musste, eine Partie offensiv anzugehen. Braunschweigs Kasten geriet früh unter Beschuss. Davari, der anstelle Petkovics in die Startelf rotiert war, musste gegen Rodes Schuss retten und hatte Glück, dass der nachsetzende Inui die Kugel nur an den Pfosten setzte (11.). Fortune brauchten die Niedersachsen zudem in der 23. Minute, als Meier einen guten Frankfurter Angriff nicht zu krönen verstand (links vorbei). Die erste Halbzeit stand weitgehend im Zeichen der Gäste, auch wenn Braunschweig mit zunehmender Spieldauer zu größeren Spielanteilen kam. Im Angriff fehlte den "Löwen" jedoch eine Portion Durchschlagskraft. Gästekeeper Trapp musste zweimal kurz aufeinanderfolgend eingreifen (36., gegen Jackson/37., gegen Hochscheidt), hatte ansonsten jedoch wenig zu tun.
Frankfurt erwischte auch nach Wiederanpfiff den besseren Start und konnte sich belohnen: Meiers durch Bicakcic noch abgefälschter Schuss war unerreichbar für Davari (52.). Braunschweig musste sich nun weiter öffnen, was den Gästen die Sache erleichterte. Ein Fehlpass Elabdellaouis´ leitete dann den entscheidenden 0:2-Rückstand ein. Aigner schnappte sich das Leder und ließ Davari überhaupt keine Abwehrchance (62.). Der Wille, das Steuer herumzureißen, war Braunschweig nicht abzusprechen. Aber auch die Einwechselungen von Bellarabi und Kumbela brachten nicht den entscheidenden Kick; am gefährlichsten kam noch die Szene aus der Schlussphase daher, als Jacksons Distanzschuss an die Querlatte prallte (85.). Unmittelbar davor hatte allerdings Rosenthal Frankfurts Riesenchance ausgelassen, das Resultat noch höher zu schrauben. Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht gab sich keinen Illusionen hin: "Die Niederlage heute tut uns sehr weh, sie war allerdings auch verdient."
André Schulin
Was ich rein persönlich nicht verstehe, ist ein Wechsel von Frankfurt nach Gladbach oder von Gladbach nach Dortmund.
— Torsten Lieberknecht, Trainer von Darmstadt 98, über die Trainer-Wechsel vor der Saison 2021/2022 mit Adi Hütter und Marco Rose. Beide mussten am Saisonende wieder gehen...