Frauen-WM - News

Effizienter Titelverteidiger

von Günther Jakobsen14:48 Uhr | 17.06.2015

Japans vier Treffer in der Gruppe C brachten neun Punkte, während Schweden in Gruppe D mit der gleichen Torausbeute nur drei Zähler einfuhr. Die USA gewannen nach einem knappen Sieg gegen Nigeria diese wohl schwierigste Gruppe.

Der amtierende Weltmeister Japan absolvierte die Gruppenphase (Gruppe C) mit einem Höchstmaß an Effizienz: Vier Tore (bei einem Gegentreffer) reichten der Mannschaft von Trainer Norio Sasaki, um die Maximalpunktzahl von neun Zählern einzuheimsen. Im abschließenden Spiel gegen Ecuador sorgte Ogimi (5.) für den 1:0-Endstand. "Uns ist ein frühes Tor gelungen und ich hatte erwartet, dass wir noch weitere schießen würden, doch das ist uns nicht gelungen", drückte Sasaki seine Enttäuschung darüber aus, dass die drückende Überlegenheit sich nicht in Zahlen niederschlug. Den zweiten Platz eroberten die Frauen aus Kamerun (6 Punkte), deren Steigerung im Spiel gegen die Schweiz nach dem Seitenwechsel den Ausschlag gab. Crnogorcevic traf für die Europäerinnen in der 24. Minute, als man die Abwehr Kameruns ausmanövriert hatte. Onguene glich kurz nach der Pause aus (47.) und Kamerun wurde stärker, machte viel Druck über die rechte Seite. Von dort bereitete Onguene auch den 2:1-Siegtreffer vor - Mani traf per Flugkopfball (62.). Der Schweiz genügten ihre drei Punkte sowie das gute Torverhältnis (+ 7), um als Drittplatzierter weiterzukommen.

Altmeisterin Abby Wambach machte mit einer schönen Direktabnahme nach einem Eckstoß die US-Frauen zum Sieger der Gruppe D (7 Punkte) und warf Nigeria (1) damit aus dem Turnier. Die Afrikanerinnen leisteten lange Zeit Widerstand, nach dem Platzverweis für Nnodim (69., Gelb-Rot) fehlte aber die Kraft, das Blatt noch zu wenden. "Wir sind sehr glücklich, aus dieser schweren Gruppe als Erster herauszugehen. Taktisch ist es das beste Turnier, was ich jemals gesehen habe", erklärte US-Trainerin Jill Ellis. Ein wenig überraschend sicherte sich Australien (4) den zweiten Rang. Dazu genügte den Matildas ein 1:1-Unentschieden im Spiel gegen Schweden (3). De Vannas frühe Führung (5.) - Schwedens Abwehr wurde mit einem simplen langen Ball ausgehebelt - konnten die Europäerinnen noch egalisieren. Australiens Keeperin Williams gab keine gute Figur ab, als Jakobsson aus 17 Metern das linke Eck anvisierte (15.). Schweden erspielte sich in der Folgezeit Feldvorteile, verpasste jedoch den direkten Sprung in die K.o.-Runde. "Wir haben kein Spiel verloren und vier Tore erzielt, aber es war nicht genug für den Gruppensieg", äußerte sich Schwedens Trainerin Pia Sundhage enttäuscht, dass man den Verbleib im Turnier lediglich als einer der vier besten Drittplatzierten schaffte.



Bernd Schuster könnte hier als Wilhelm Tell den Apfel von der Latte schießen.

— Thomas Klementz, SAT 1, über Bernd Schuster bei einem Spiel in Hamburg.