Ein passendes 1: 0 zum Jubiläum

von Günther Jakobsen13:38 Uhr | 16.02.2015

Frankfurt beendete am Samstagabend im Spiel gegen Schalke seine Sieglos-Serie und rundete damit Thomas Schaafs Jubiläum ab. Paderborn und Freiburg sicherten sich wichtige Auswärtspunkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Entscheidung fiel in der 65. Minute. Frankfurt spielte sich über mehrere Stationen auf rechts durch und Chandlers noch abgefälschte Flanke segelte vor das Schalker Tor. Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Piazon lupfte den Ball per Kopf perfekt über Gästekeeper Wellenreuther hinweg ins Netz. Zu diesem Zeitpunkt war die Eintracht-Führung nicht mehr unverdient, da die Hessen sich gegenüber einer - aus ihrer Sicht - ziemlich blassen ersten Hälfte zu steigern verstanden. Vor der Pause musste Trapp im Frankfurter Tor diverse Schalker Vorstöße und Abschlüsse stoppen, um einen Rückstand zu verhindern. "Wir haben in der ersten Hälfte sehr gut gespielt und die Partie dominiert. Wir hatten viele Chancen, um in Führung zu gehen. Es hat nur das Tor gefehlt", wies Roberto Di Matteo auf Schalkes Versäumnisse hin. Sein Gegenüber, Thomas Schaaf, konnte anlässlich dieser Partie auf etwas ganz anderes zurückblicken: Es war Schaafs 500. Spiel in seiner Bundesliga-Karriere als Trainer. Kurioserweise begann diese Laufbahn ebenfalls mit einem 1:0-Erfolg über Schalke; am 11. Mai 1999 hatte Dabrowskis Treffer dem damaligen Werder-Coach einen perfekten Einstand beschert.

Die Resultate der beiden Sonntagsspiele wirbelten den unteren Tabellenbereich gehörig durcheinander. Hannover 96 hielt trotz der 1:2-Heimpleite gegen Paderborn zwar noch den 10. Rang, musste den Blick jedoch zwingend nach unten richten. "Jeder muss begreifen, dass es jetzt auch in eine andere Richtung gehen kann", mahnte Kapitän Lars Stindl aufgrund der näher heran gerückten Abstiegszone an. Die "Roten" hatten nicht die Ruhe, auf ihrer 1:0-Führung aufzubauen (66., Marcelo). Die Gäste hingegen blieben fokussiert und drehten das Spiel durch Lakics fein gesetzten Kopfball (72.) und Mehas Freistoßtreffer (79.) noch komplett um. Der Lohn: Der Sprung von Rang 15 auf 12. Zuvor hatte Freiburg das Kellerduell in Berlin zu seinen Gunsten entschieden. Tore von Klaus (15.) und Philipp (52.) ließen Freiburg auf Relegationsplatz 16 klettern, während die Hertha hinter die Breisgauer zurückfiel. Freiburg wirkte bissiger, was sich gerade in den Torsituationen widerspiegelte. Die Berliner ließen ihre Möglichkeiten in der chancenarmen Partie aus. "Es war sicherlich kein besonders gutes Spiel, aber alle haben gut gearbeitet", bilanzierte Christian Streich.



In der zweiten Halbzeit wäre er fast erfroren.

— Franz Beckenbauer bei RTL über Mario Basler im Spiel FC Bayern - Bröndby, November 1998