Einige Überraschungen denkbar

von Günther Jakobsen16:17 Uhr | 28.02.2014

Der 23. Spieltag beginnt am Freitag mit der Partie Hertha vs. Freiburg. Eine Favoritenstellung, die der Gastgeber, steht dabei außer Frage. Das ist längst nicht in allen Begegnungen der Fall. Mehrfach steht tabellarisch besser postierten Teams ein Gegner mit der aktuell besseren Form, oder zumindest besseren Rückrundenausbeute gegenüber.

Nach der ernüchternden CL-Vorstellung gegen Real Madrid droht Schalke im Bundesligaalltag die nächste Lektion: Jens Kellers Mannen müssen zum Samstagabendspiel beim FC Bayern antreten. "Bayern ist noch kompakter und lässt so gut wie gar keine Chance des Gegners zu", ist sich S04-Manager Horst Heldt der Schwere der Aufgabe bewusst. "Vorab zu sagen, wir wollen nur Schadensbegrenzung betreiben, wäre falsch", lehnt er es jedoch ab, das Handtuch vor dem Abpfiff zu schmeißen. Alle anderen Samstagspartien erscheinen offener, auch wenn die Tabellenpositionen etwas anderes wiedergeben. So rangiert der BVB in ganz anderen Regionen als seine Nürnberger Gäste, doch waren die Franken in der Rückserie mit 12 Zählern bislang erfolgreicher als die Schwarzgelben (10.). Auch Leverkusen (6) ist tabellarisch erheblich besser gestellt als die Mainzer, die jedoch seit Rückrundenstart mehr Punkte sammelten (10). Und der Tabellendritte Mönchengladbach (2) hat im Kalenderjahr 2014 nur halb soviel Zähler gesammelt wie Schlusslicht Eintracht Braunschweig (4). Der Nordklassiker Werder Bremen vs. Hamburger SV präsentiert beide hanseatischen Teams in einer schwierigen Phase - Ausgang ungewiss. Im Vergleich zwischen dem FC Augsburg und Hannover 96 indes spricht alles für die Weinzierl-Kicker, die neben ihrem vorzeigbaren Punktestand auch die momentan bessere Form ausweisen.

Zum Abschluss des 23. Spieltags treffen zwei Mannschaften aufeinander, die heftige Nackenschläge zu verarbeiten haben. Eintracht Frankfurts feiner Lauf auf internationaler Ebene endete unglücklich durch die 3:3-Punkteteilung gegen den FC Porto. Armin Vehs Kicker konnten somit keine mentale Stärkung für den Abstiegskampf sammeln. Auf der anderen Seite wartet mit dem VfB Stuttgart ein Kontrahent, der in der Rückserie immer noch ohne jedweden Punkterfolg blieb. Thomas Schneider wollte sich nicht dazu äußern, wie er die Auswirkungen der Frankfurter Niederlage einschätzt und empfahl seinem VfB, sich voll auf die eigene Leistung zu konzentrieren. Zuvor steht das reizvolle Duell Hoffenheim vs. VfL Wolfsburg an. Die "Wölfe" waren in ihren letzten drei Partien siegreich, was 1899 Hoffenheim-Coach Markus Gisdol jedoch nicht schreckt: "Wir wollen einen Gegner aus dieser Kategorie zuhause auch mal schlagen."



Der liebe Gott in seinem Zorn / schickt Bielefeld statt Paderborn.

— Günter Klein (Münchner Merkur) nachdem Bielefeld mit einem 4:0-Sieg über Dynamo Dresden den Aufstieg nahezu perfekt machen konnte, während Paderborn in der 1. Liga abgeschlagen auf Rang 18 rangierte.