Im Prinzip bestätigte das Resultat dieser Partie die Mehrheit der Vorhersagen. Nürnberg war bestenfalls kurz vor dem ersten Gegentor bei einer Großchance ansatzweise in der Nähe einer Überraschung. Nach dem FCN-Rückstand aber verlief alles wie erwartet.
Dortmund übernahm früh die Spielregie, hatte mehr Ballbesitz und verschaffte sich durch seine Beweglichkeit immer wieder eine Überzahl im Kampf um das Leder. Erste Möglichkeiten hatte der wendige Lewandowski, der innerhalb der ersten Viertelstunde allerdings zweimal scheiterte. Nach genau 15 Minuten war auch der Club erstmals nah am 1:0, doch Weidenfeller reagierte zweimal kurz hintereinander gegen Pekart und Feulner mit tollen Paraden. Drei Minuten später rächte sich dieses Auslassen, denn Schiri Weiner zeigte nach einem fragwürdigen Foul von Gebhart an Piszczek auf den Elfmeterpunkt. Blaszczykowski ließ sich die Chance nicht nehmen (18.). Weitere drei Minuten darauf fiel bereits eine Vorentscheidung für die deutlich überlegenen Borussen. Erneut traf der Pole, Götze hatte die Kugel flach von rechts nach einem Solo aufgelegt und "Kuba" direkt abgenommen (21.). Die Klopp-Elf senkte nach dem Doppelschlag den Druck auf die FCN-Defensive, kam nur noch durch Piszczek (28.) und Lewandowski (43., Abseitstor) zu weiteren Chancen - der hinterher laufende Club hatte Ähnliches nicht im Programm.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Die Borussen dominierten allein aufgrund ihrer Ballsicherheit und der flexibleren Spielweise. Die Franken tauchten zwar auch ab und an vor Weidenfeller auf, blieben allerdings ohne Durchschlagskraft. Eine sehr gute Möglichkeit für Lewandowski, die erst auf der Torlinie abgeblockt wurde, blieb eines der wenigen Highlights in einer zweiten Hälfte, die längst entschieden schien, da Nürnberg nicht die Mittel besaß, den dominierenden Gastgeber ernsthaft zu gefährden. Somit verblieb einzig das 3:0 in der 88. Minute als erwähnenswerte Aktion in der Schlussphase übrig. Erzielt wurde es von Lewandowski, Reus hatte über rechts optimal vorbereitet - eine Doublette des 2:0.
Ulrich Merk
Dann trinken wir ein Gläsle Wi und dann gehen wir ins Nescht.
— Christian Streich zu seinen Plänen für die Saison-Abschlussfeier.