Eintracht im Trainingslager

von Günther Jakobsen15:20 Uhr | 25.04.2014

Bereits eine Punkteteilung im Freitagsspiel gegen Stuttgart sollte für die 96er gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Klassenerhalt sein. "Die Mannschaft hat die große Möglichkeit, durch den Sieg alles klarzumachen", peilt Tayfun Korkut jedoch einen Dreier an, der absolute Gewissheit bringen würde. Auf drei gesperrte Akteure (Bittencourt, Prib, Hoffmann) müssen die "Roten" jedoch verzichten. Drei Ex-Hannoveraner (Rausch, Abdellaoue, Haggui) könnten auf Seiten der Gäste an alter Wirkungsstätte zum Einsatz kommen.

Zwei Duelle des 32. Spieltags sind ausschließlich relevant für internationale Startplätze: Leverkusens Heimspiel gegen Borussia Dortmund und die Sonntagspartie FC Schalke vs. Borussia Mönchengladbach. Bayer muss, wenn man sich im Kampf um Platz vier den VfL Wolfburg (gegen Freiburg) vom Leibe halten will, einen Dreier gegen die "Schwarzgelben" einfahren, die ihrerseits im Erfolgsfall den zweiten Platz gesichert hätten. Für die "Königsblauen" gilt es zuallererst, ihre direkte CL-Qualifikation über die Ziellinie zu bringen. "Gladbach hat noch Chancen auf Platz vier und wird gegen uns alles geben", fordert Schalke-Manager Horst Heldt volle Konzentration ein. Weniger Brisanz ist von den Spielen FC Bayern gegen Werder Bremen und Hoffenheim gegen Eintracht Frankfurt zu erwarten: Die jeweiligen Gastgeber haben ihre sportlichen Ziele erreicht, derweil die Gäste nur noch rechnerisch in den Abstiegskampf verwickelt werden könnten. Der TSG bleibt allerdings noch ein kleiner Rest Hoffnung, den siebten Platz zu ereichen.

Von elementarer Bedeutung ist dieser Spieltag für die drei Letztplatzierten. Das Erreichen von Relegationsplatz 16 ist für Schlusslicht Eintracht Braunschweig nach wie vor eine realistische Option - Trainer Torsten Lieberknecht bezog deshalb mit den "Löwen" vor dem Gastspiel bei der Hertha ein Kurz-Trainingslager. "Wir haben bereits vor den drei Endspielen zur Drittliga-Qualifikation im Jahr 2008 sowie im März 2013 vor dem Spiel gegen Kaiserslautern gute Erfahrung mit einer solchen Maßnahme gemacht." Der 1. FC Nürnberg hatte angesichts der engen Situation eine andere Maßnahme eingeleitet: Die Trennung von Coach Gertjan Verbeek. Interimsweise wird der Club von U-23-Coach Roger Prinzen betreut. Der Hamburger SV steht am Sonntag beim FC Augsburg auf dem Prüfstand. Verlieren verboten. "Mit diesem Druck muss die Mannschaft umgehen können", erklärt Mirko Slomka, zu dessen Erleichterung die Rückkehr von Badelj und Jansen, nach jeweiliger Verletzung, ansteht.



Hätteste was Gescheites gelernt, wärste auch Profi geworden! Das ist die Wahrheit.

— Mario Basler in der TV-Sendung ,,Fan Talk" zu einem Studiogast.