Nicht nur zwei verwandelte Elfmeter gehörten zum 4:2-Sieg Dortmunds in Hannover. Ein Strafstoß in der Nachspielzeit für den FC Bayern, und ein am Ende schmeichelhaftes 2:1 über Augsburg steht für den Rekordmeister zu Buche. Derweil entführt Aufsteiger Darmstadt aus Leverkusen die Punkte, Ingolstadt hält eine Nullnummer gegen Wolfsburg und Stuttgart unterliegt auch in Berlin. Am Freitagabend war Gladbach gegen den HSV gar mit 0:3 daheim untergegangen.
Die Siegesserie von Borussia Dortmund unter Trainer Tuchel hielt auch bei Hannover 96 an. Allerdings benötigten die Gäste einige Hilfe von den Niedersachsen, denn ein Eigentor von Felipe (67.) sowie zwei vom selben 96er verursachte Elfmeter (35., 85.), die Aubameyang sicher verwandelte, bildeten die Grundlage des Erfolges. Hinzu kamen noch ein Gewaltschuss von Mkhitaryan (44.) und die beiden Gegentreffer von Sobiech (18., 53.), so dass sich der BVB auch am Ende des 4. Spieltages als Tabellenführer behaupten konnte.
Noch glücklicher kam der FC Bayern München im Heimspiel gegen den FC Augsburg zu seinem Dreier. Zwar dominierte der Favorit über die gesamte Partie, stellte sich aber vor dem gegnerischen Tor nicht sonderlich clever an. So ging der Außenseiter durch Essweins Knaller gar in Front (43.), ehe Lewandowski (77.) recht spät der überfällige Ausgleich gelang. Am Ende benötigte der Rekordmeister noch einen sehr schmeichelhaften Foulelfmeter, den Thomas Müller gewohnt sicher in der Schlussminute verwandelte, um weiterhin ohne Verlustpunkte dazustehen.
In der 8. Spielminute zauberte Innenverteidiger Sulu die Kugel per Kopf ins Tor von Gastgeber Bayer Leverkusen, was zu einem überraschenden 1:0-Erfolg von Darmstadt 98 bei der in der Offensive enttäuschenden Werkself ausreichte. Vor allem die kompakte, flexible Abwehrarbeit des Außenseiters überzeugte.
Auch der zweite Aufsteiger FC Ingolstadt 04 blieb am 4. Spieltag ein unbequemer Gegner. Für den zuletzt deutlich überlegenen VfL Wolfsburg sprang nur ein 0:0 heraus, weil sich der Vizemeister und Pokalsieger im Angriff beim Abschluss im zweiten Durchgang nicht durchzusetzen vermochte.
Das Ergebnis zwischen Hertha BSC und dem VfB Stuttgart stand bereits zur Halbzeit fest und bestätigte einmal mehr die bislang glücklose Phase der Schwaben in dieser Spielzeit. Insgesamt hatten die Gäste einmal mehr die besseren Möglichkeiten, trafen allerdings nur einmal durch ihren Neuzugang Sunjic (36.) per Kopf. Zuvor hatte Haraguchi leichtes Spiel, die Führung zu erzielen (14.), während Lustenberger zum Siegtreffer in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs schon einen fulminanten Schuss aus der zweiten Reihe benötigte. Am Ende musste sich der VfB trotz einiger weiterer guter Chancen mit der vierten Niederlage im vierten Spiel abfinden.
Dieselbe Bilanz zieht man nach der 0:3-Heimniederlage bei Borussia Mönchengladbach. Zwar bot der Hamburger SV keine überragende Leistung, spielte aber ausnahmsweise besonders effektiv. Lasogga (11., 44.) und Nicolai Müller (52.) trafen für die positiv überraschten Gäste, während Gladbach weiterhin seiner Vorjahresform hinterher läuft.
Während der Woche hatte jeder von uns mindestens zwei Promille.
— FCK-Zaubermaus Ratinho bei SPORT1 in einer Doku zur Deutschen Meisterschaft 1998.