Endspurt vor der Halbserienbilanz

von Günther Jakobsen13:50 Uhr | 16.12.2014

Vor dem Anpfiff zur englischen Woche schielen die Erstligisten auf eine möglichst gute Platzierung in der Halbzeittabelle. Von besonderer Wichtigkeit ist dieser Zwischenstand für die Kellerklubs. Ziemlich interessant für den oberen Bereich ist das Match Hoffenheim vs. Leverkusen.

Kurz vor der Winterpause will Hannover 96 (20 Punkte) mit einem Heimsieg über den FC Augsburg die Basis für einen beruhigenden Start in die Rückserie herstellen. "Wir waren immer dann stark, wenn wir Fußball gespielt haben und gut kombiniert haben", fordert Tayfun Korkut einen mutigen Vortrag seiner Mannschaft. Offensive Töne kommen aber auch vom Gegner:"Ich habe irgendwo gelesen, dass wir noch nie gegen Hannover gewonnen haben. Daher wird es Zeit, dass wir das mal ändern", erklärte Markus Weinzierl. Ein Remis scheint das Repertoire der Augsburger nicht herzugeben (bisher 8 Siege/7 Niederlagen). Mit einer Punkteteilung wäre den Kontrahenten der Partie Hamburger SV vs. VfB Stuttgart wenig geholfen. Ein Vorteil für die Hanseaten: Derweil Huub Stevens VfB-seitig mit Personalproblemen befasst ist, kann HSV-Coach Joe Zinnbauer wohl unverändert in dieses wichtige Duell gehen: "Wir haben zu Hause gewonnen und auswärts Unentschieden gespielt, da gibt es normal nicht zu ändern." Die größte Hürde, am 16. Spieltag nicht leer auszugehen, hat der SC Freiburg - zu Gast in München - zu nehmen. "Wir haben von 15 Bundesligaspielen zehn nicht verloren. Es geht nicht um Schadensbegrenzung", will Christian Streich nichts davon wissen, nur glimpflich davonzukommen. Interessant wird der Vergleich der Karnevalshochburgen Köln (18 Punkte) und Mainz (17) auch deshalb, weil ein etwaiger Gewinner mit einer halbwegs akzeptablen Distanz zu den Abstiegsrängen in die Pause gehen würde. Darüberhinaus liegt es FC-Coach Peter Stöger am Herzen, den eigenen Fans, die erst einen Heimsieg feiern konnten, ein positives Erlebnis zu verschaffen: "Die letzten Heimpartien waren nicht erfreulich", bestätigt er.

Der zweite Teil des Spieltags, am Mittwoch, bietet dann noch zwei Teams, die besonders tief in der Bredouille stecken, die Chance, tabellarisch etwas gutzumachen. Leicht wird das jedoch weder für die Bremer (14 Punkte), die bei den heimstarken Gladbachern (nur eine Niederlage) antreten müssen, noch für den BVB (14), der die formstarken Wolfsburger empfängt. Eventuell kann Werder wieder auf Stammkeeper Wolf (Viktor Skripnik: "Wir schauen morgen, ob es bei Raphael für einen Einsatz reicht") zurückgreifen. Auch die Berliner Hertha (17) ist trotz des zuletzt erzielten 1:0-Sieges über Dortmund noch nah dran an den Schleudersitzen. Die dürftige Auswärtsbilanz der Hauptstädter (4 Zähler) macht die Herthaner zum Außenseiter beim Gastspiel in Frankfurt. Beim Aufsteiger SC Paderborn freut man sich auf das Nachbarschaftsduell mit dem FC Schalke, dem seinerseits das CL-Los Real Madrid gemischte Gefühle vermittelte. 1899 Hoffenheim könnte mit einem Sieg gegen Leverkusen einen Konkurrenten um die internationalen Startplätze überholen. Innenverteidiger Süles schwere Verletzung (Kreuzbandriss) trifft Coach Markus Gisdol: "Die Verletzung ist ein Vollbrett. Niklas war ein absoluter Stammspieler." Für Gisdol haben haben Bayer und die TSG einiges gemeinsam: "Sie sind spielerisch grundsätzlich ähnlich gestrickt wie wir. Pressing und Gegenpressing werden betont und sie spielen wie wir extrem."



Er kam nicht ins Spiel und wurde dann immer schlechter.

— Felix Magath über Ioan Viorel Ganea