Endstation

von Günther Jakobsen12:03 Uhr | 30.08.2013

Nach dem missglückten Ligastart und dem schwachen Resultat aus dem Hinspiel wollte der VfB vor heimischer Kulisse ein paar Kritiker zum Schweigen bringen. Neu-Trainer Thomas Schneider stellte im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel fünf Mal um. Der Gast aus Kroatien lief in Bestformation auf.


Die Schwaben waren um Wiedergutmachung bemüht und setzten ihr Vorhaben auch auf dem Rasen um, spielbestimmend und gefährlich im Angriffsspiel präsentierte man sich. Die erste Möglichkeit ließ nicht lange auf sich warten, Cacau prüfte erstmals den Schlussmann der Gäste (9.). Nun waren Chancen en masse vorhanden für den VfB, erst zweimal Harnik (10., 19.), Boka (20.) und auch Traoré (25., 28.) waren jedoch zu unpräzise mit ihren Abschlüssen. Bedingt durch ein Missverständnis der Stuttgarter, Torwart Ulreich und Röcker behinderten sich gegenseitig an den Strafraumgrenze, kam ein harmloser Flankenball in den Fünfmeterraum durch - freistehend markierte Benko die Führung für Rijeka (30.). Der Hausherr antwortete schnell: Christian Gentner drang in den gegnerischen 16er ein, rannte sich aber fest und fiel zu Boden. Im Liegen spitzelte er die Pille sehenswert in den Winkel - Ausgleich (35.) und Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff zeigten sich die Kroaten kampfstark und der VfB hatte damit so seine Probleme. Sie wurden jetzt wesentlich früher gestört als in der ersten Halbzeit und auch die Tormöglichkeiten wurden weniger. Einzig der eingewechselte Werner, erst 17 Jahre, hatte gleich zwei Möglichkeiten liegen lassen (59., 60.). Eine Viertelstunde vor dem Ende tankte sich Traoré auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und flankte scharf in den Fünfmeterraum der Kroaten hinein. Am zweiten Pfosten traf Luka Maric ins eigene Tor und der VfB war wieder im Rennen (75.). Alles sah nach einer Verlängerung aus in der Mercedes-Benz-Arena. Doch in der vierten Minute der Nachspielzeit verlor Traoré, nach einer Ecke, den Ball und Rijeka fuhr seinen letzten Konter - und wie: Mocinic schickte Mujanovic steil der nun nur noch den VfB-Schlussmann vor sich hatte. Er schob den Ball jedoch problemlos an Ulreich vorbei - 2:2 (94.) - das bedeutete das Ende für Stuttgart für die Europa League.

Christopher Schiwek



Ich habe auf dem Platz potenzielle Unfähigkeit gesehen. Mit wem Sie das in Zusammenhang bringen, bleibt Ihnen überlassen.

— Martin Luppen, Trainer Fortuna Köln, mit seiner Art der Schiedsrichterkritik...