Nicht nur Englands höchste Spielklasse ging über Weihnachten auf Punktejagd: Auch die Klubs, die in der nächsten Saison in der Premier League mitmischen wollen, schnürten am Boxing Day die Stiefel.
Derby County (47 Punkte), der englische Meister der Jahre 1972 und 1975, schnappte sich durch einen 2:0-Heimsieg gegen Fulham FC am 23. Spieltag die Tabellenführung in der Championship genannten zweithöchsten Spielklasse. Allerdings könnte Middlesbrough FC (46) vorbeiziehen, sollte das vom Spanier Aitor Karanka gecoachte Team die verlegte Begegnung bei den Blackburn Rovers erfolgreich gestalten. Hull City (44) und Brighton and Hove Albion (44) komplettieren jenes Quartett, das derzeit die besten Chancen hat, zwei der direkten Aufstiegsränge zu erreichen.
Für viele frühere, langjährige Erstligisten scheint der Weg zurück schon nach halber Wegstraße verbaut. Leeds United (30) etwa, immerhin dreimaliger Meister und Gewinner zahlreicher Cup-Wettbewerbe, kann bestenfalls darauf hoffen, am Ende noch in die Relegationsrunde (Platz 3 bis 6) zu rutschen. Traditionsklubs wie Nottingham Forest (29), Wolverhampton Wanderers (28) und Fulham FC (24) benötigen dafür schon einen Kraftakt. Fahrstuhlmannschaft Bolton Wanderers (14), trainiert vom Nordiren Neil Lennon, dürfte es schwer haben, überhaupt die Klasse zu halten. „Uns fehlten Kampfgeist und Charakter; das ist extrem enttäuschend“, kommentierte Lennon die deftige 0:4-Klatsche im Kellerduell bei Rotherham United. „So etwas haben wir auswärts nun schon zu oft gesehen“, sprach er die erschreckende Bilanz von nur drei Zählern aus zwölf Spielen in fremden Stadien an.
Halbzeit is!
— Marcel Reif