Enttäuschung bei Seligenporten

von Günther Jakobsen17:04 Uhr | 05.11.2012

Cloppenburg hatte eine "Magische Phase" und Trier einen echten Matchwinner. RB Leipzig konnte seinen Vorsprung ausbauen, wie auch Viktoria Köln, der "West"-Spitzenreiter, die Distanz zu den Verfolgern vergrößerte.

„Cloppenburg hat uns in seiner magischen Phase zehn Minuten vor der Pause kräftig durchgeschüttelt. Bis zur 60. Minute hätte der Gegner den Sack zumachen müssen“, lobte Werder II-Coach Thomas Wolter die Akteure des BV Cloppenburg, die angesichts einer 3:0-Führung nahe dran waren, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Mit einem Treffer Kobylanskis in der vorletzten Spielminute schaffte Bremen noch den 3:3-Endstand. Gegenüber den Konkurrenten der Regionalliga Nord um die Tabellenspitze fiel Werder damit jedoch zurück. Hannovers Zweite kehrte einen 0:1-Rückstand beim BSV Rehden durch Kadahs Doppelpack noch in einen 2:1-Sieg um, Holstein Kiel besiegte den SV Meppen - ebenfalls nach einem Rückstand - noch klar mit 4:1. Mit dem gleichen Resultat bezwang der Goslarer SC den FC Oberneuland und die U 23 des VfL Wolfsburg behielt alle drei Zähler mittels ihres 2:0-Heimsieges gegen den HSV II. Der TSV Havelse schließlich nahm noch einen Punkt vom SV Wilhelmshaven mit (0:0).

Gut eine Woche vor dem anstehenden Spitzenspiel der Regionalliga Nord/Ost zwischen Magdeburg und RB Leipzig bezogen die Magdeburger eine empfindliche 0:3-Auswärtsniederlage bei Lokomotive Leipzig. „Das war mit Abstand unsere schwächste Saisonleistung“ erklärte Andreas Petersen. Die Pleite seiner Elf gegen die zuvor in drei Spielen in Folge unterlegenen Lok-Akteure ging auch in der Höhe in Ordnung. Da Carl Zeiss Jena beim ZFC Meuselwitz nicht über ein torloses Unentschieden hinaus kam, zog Tabellenführer RB Leipzig (4:0 beim Torgelower SV) noch weiter davon. Das fünfte Match in Serie ohne Niederlage, ein 1:0-Auswärtserfolg bei Optik Rathenow, etablierte die TSG Neustrelitz im oberen Drittel der Liga.

Parallel zum Vergleich beider Bundesligateams trafen in der Regionalliga West die U 23-Vertretungen Fortuna Düsseldorfs und Bayer Leverkusens aufeinander. Wie bei den „Großen“ behielt Leverkusen knapp die Oberhand. Im Fallen erzielte Al Ghaddioui in der 83. Minute den 2:1-Siegtreffer dieses Kellerduells. Leverkusens Manager Dirk Dreher interessierte nur das blanke Resultat: „Ob der Sieg nun verdient oder unverdient war, spielt gerade überhaupt keine Rolle. Wir sind alle riesig erleichtert, dass wir dieses Ding gewonnen haben.“ Einen Sieg feierte auch Spitzenreiter Viktoria Köln. Dahmani und Kukielka trafen zum 2:0-Auswärtserfolg bei der SSVg Velbert. Fortuna Köln verlor an Boden durch die unerwartete 1:1-Punkteteilung gegen den FC Kray.

Im Südwesten ließen die Klubs aus dem oberen Tabellendrittel nichts anbrennen. Das Teilnehmerfeld zog sich somit weiter auseinander. Einen Kraftakt hatte allerdings Eintracht Trier vollbracht, um erfolgreich zu sein. Bis zur 72. Minute lag die Mannschaft von Roland Seitz auf eigenem Platz mit 0:2 gegen den SSV Ulm hinten. „Es hat über eine Stunde lang fast alles gegen uns gesprochen. Wir haben unglückliche Gegentore kassiert, selbst die klarsten Dinger nicht gemacht“, blickte Triers Coach zurück. Dann schlug die Stunde von Chhunly Pagenburg. Aus 25 Metern stellte der Eintracht-Stürmer zunächst den Anschluss her, um dann noch mit zwei weiteren Toren (82. und 89.) die Partie komplett zu wenden.

Die Regionalliga Bayern verzeichnete zwei Spielausfälle, an Toren mangelte es an diesem Wochenende jedoch nicht. Im Mittelfeld festigten der FC Ismaning (5:0 bei Kickers Würzburg) und Rain am Lech (4:0 gegen Aschaffenburg) ihre Positionen und Kellerkind Bayern Hof tat der 3:1-Heimsieg gegen Eintracht Bamberg gut. Gar nicht erfreut war man beim SV Seligenporten: Trotz einer 1:0-Pausenführung ging das Heimspiel gegen die Zweite von Greuther Fürth noch mit 1:2 verloren. Und das, obwohl die Gäste ab der 17. Minute in Unterzahl spielten (Gelb-Rot für Pektürk). Beim FV Illertissen (3:1 in Ingolstadt) registrierte man diesen Ausrutscher mit Genugtuung.



Er lernt jetzt auch schon seit zwei Jahren die deutsche Sprache und kann schon Guten Tag sagen.

— Hans Meyer über seinen ghanaischen Stürmer Lawrence Aidoo