Das 0:4 des HSV in Leverkusen sowie das 1:3 des VfB in Wolfsburg wirft die zwei Traditionsteams im Abstiegskampf weiter zurück. Dagegen fährt Freiburg gegen Köln einen wichtigen Dreier ein, während Mainz in Bremen und Hannover in Frankfurt immerhin einen Punkt sichern. Gladbach bestätigt seinen tollen Lauf auch in Hoffenheim.
Auch unter dem neuen Coach Peter Knäbel bot der Hamburger SV nur eine ungenügende Leistung. Bayer 04 Leverkusen ging auf eigenem Terrain bereits nach sieben Minuten durch den überragenden Castro in Front, der sich auch eine knappe Stunde später um den Endstand zum 4:0 kümmerte (63.). In der Zwischenzeit traf zweimal Kießling (44., 56.) gegen den desolaten Gast, der in dieser Form die Bundesliga kaum halten dürfte.
Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart spielte beim VfL Wolfsburg wesentlich engagierter und störte den aktuellen Vize überaus effektiv im Spielaufbau. Erst nach einem verwandelten Foulelfmeter von Rodriguez schien der Bann gebrochen (41.), doch der VfB antwortete umgehend durch Harnik (44.). Ein Freistoßtreffer von Rodriguez (65.) sowie das erste Schürrle-Tor für den VfL (76.) aber sicherten dem letztlich doch stärkeren Gastgeber den Dreier.
Der SC Freiburg tat sich anfangs gegen den Abwehrriegel des 1. FC Köln sehr schwer, ehe Frantz per Kopf die entscheidende Lücke fand (37.). Die Geißböcke blieben im Angriff letztlich zu schwach, um die Schwarzwälder noch echt zu gefährden, so dass es beim verdienten Vorsprung der letztlich gefährlicheren Hausherren blieb.
Für den 1. FSV Mainz 05 war die Nullnummer bei Werder Bremen fast zuwenig, denn die besseren Möglichkeiten lagen unterm Strich auf Seiten der Rheinhessen. Am Ende hätte Bartels dennoch fast die Partie für die Gastgeber entschieden, schoss aber knapp am Kasten vorbei.
Auch Hannover 96 präsentierte sich bei Eintracht Frankfurt über die 90 Minuten zumeist als das aktivere und spielerisch stärkere Team, lag aber nach zwei unnötigen Gegentreffern 0:2 zurück (27., Madlung; 54., Aigner). Allerdings gelang Marcelo (69.) noch rechtzeitig der Anschluss und Ya Konan mit einem schönen Treffer der verdiente Ausgleich für die Niedersachsen (82.).
Der 0:1-Rückstand durch Schipplock (17.) brachte Borussia Mönchengladbach bei 1899 Hoffenheim ganz und gar nicht aus dem Konzept. Bis zur 51. Minute hatte die Favre-Elf das Spiel auf 4:1 durch zwei Treffer von Herrmann (31., 51.) und zwei von Kruse (26., Elfer) sowie Raffael (36.) imposant gedreht. Der Rest der Partie konnte naturgemäß dann nicht mehr so begeistern.
Es gibt immer einen da draußen, der härter trainiert und besser sein will als du.
— Pelé