Borussia Dortmund musste wie in der Vorwoche mit einer Nullnummer zufrieden sein, Borussia Mönchengladbach feierte wie beim letzten Heimspiel ein 2:0. Wolfsburg ließ gegen Freiburg nichts anbrennen.
Der BVB brachte das Leder einmal über die gegnerische Torlinie. Weil Aubameyang dieses Erfolgserlebnis allerdings nur mit einem - klar erkennbaren - Handspiel gelang (71.), blieb der Spielstand unverändert, nur die Verwarnungsstatistik des Gabuners wurde um eine Gelbe Karte bereichert. Dortmunds Coach Jürgen Klopp versuchte dem torlosen Kick das Beste abzugewinnen, indem er das zu-Null-Spiel der eigenen Abwehr hervorhob. Das ausgeprägte Defensivverhalten der Kölner Gäste schmeckte ihm nicht. "Köln hatte die größeren Möglichkeiten aus den Kontern heraus", kam Klopp aber auch nicht umhin, letztendlich den Erfolg der Taktik anzuerkennen. Peter Stöger nahm den Punkt aus Dortmund, das siebte 0:0 der Kölner, gerne mit: "Wir haben in der ersten Halbzeit einige Chancen ungenutzt gelassen. Wir sind aber zufrieden." Weidenfeller verhinderte vor dem Seitenwechsel mit guten Aktionen gegen Deyverson und Ujah einen möglichen Rückstand der Schwarzgelben. Die Gastgeber hatten den überwältigenden Anteil an Ballbesitz, jedoch kaum echte Tormöglichkeiten. Ein durch Maroh noch abgefälschter Reus-Schuss wurde für FC-Keeper Horn zur größten Herausforderung des Spiels, die er jedoch in starker Manier meisterte (66.).
Glatte Favoritensiege sprangen in den beiden Sonntagsspielen heraus. Den Anfang machte Wolfsburgs 3:0-Erfolg über Freiburg. Der Tabellenzweite startete kontrolliert in die Partie gegen den Vorletzten und ging in Führung, nachdem Torrejon einen weiten Pass auf De Bruyne durchrutschen ließ. Der Belgier, über links kommend, war dann nicht mehr zu stoppen und markierte seinen 9. Saisontreffer (19.). In der Folgezeit vergab der VfL Möglichkeiten, zu erhöhen, sodass die Breisgauer noch im Spiel blieben. Mit dem 2:0-Treffer durch Rodriguez, ein Elfer nach Foul an De Bruyne, hatte sich die Sache jedoch erledigt (78.). Der SCF war nicht in der Lage, diesen Rückstand noch zu attackieren. Wolfsburg verwaltete den Vorsprung und stellte nach einem Konter - De Bruyne schob den Ball Arnold in den Lauf - auf 3:0 (85.).
Mit Abwarten hatte Mönchengladbach nichts im Sinn: Hannover 96 sah sich von Beginn an unter Druck gesetzt und musste den 0:1-Rückstand zur Pause akzeptieren. Hazards scharfe Hereingabe von halbrechts drückte Herrmann am langen Pfosten ins Netz (43.). Die Gäste aus Niedersachsen meldeten sich zu Beginn der zweiten 45 Minuten im Spiel an und verzeichneten nun mehrere torgefährliche Vorstöße. Ein feiner Spielzug der Hausherren über mehrere Stationen, erneut von Herrmann aus kurzer Torentfernung abgeschlossen (75.), markierte allerdings einen herben Rückschlag für die "Roten", die danach wirkungslos blieben. "Wir haben in der ersten Halbzeit im Prinzip zugeschaut und waren mutlos. Das darf in unserer Situation nicht passieren", kritisierte 96-Sportdirektor Dirk Duffner Hannovers Auftritt.
Ich glaube, sein Problem liegt zwischen den Ohren.
— Werner Hansch über Uwe Leifeld, nachdem dieser mehrere hochkarätige Chancen vergeben hatte