Frankreich außer Tritt

von Günther Jakobsen13:06 Uhr | 15.06.2015

Überlegen gespielt - aber 0:2 verloren: Frankreich (Gruppe F) geriet nach Runde zwei unter Druck. Brasilien gewann knapp gegen Spanien und präsentierte sich vorzeitig als Gewinner der Gruppe E.

Kolumbiens 2:0-Erfolg gegen Frankreich bescherte der Gruppe F einen überraschenden Zwischenstand. Die Cafeteras übernahmen die Führung (4 Punkte), während der Favorit als Drittplatzierter (3) vor dem letzten Spiel noch um das Weiterkommen bangen muss. Gegen den Spielverlauf brachte Andrade, nach einem perfekten Zuspiel Rincons, Kolumbien mit 1:0 in Führung (19.), was den Französinnen zunehmend mehr zu schaffen machte, da Sepulveda im Tor der Südamerikanerinnen zu großer Form auflief und gute Abschlüsse der dominanten Les Bleues parierte. In der Nachspielzeit machte Usme mit dem zweiten Treffer alles klar. "Die Kolumbianerinnen haben mit ihrem Tor den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, und wir sind daraufhin untergegangen. Wir haben uns dennoch Chancen erarbeitet, sind aber auf eine Supertorhüterin getroffen", fasste Frankreichs Coach Philippe Bergeroo zusammen. Im anderen Spiel konnte sich England (3) verdient mit 2:1 gegen Mexiko (1) durchsetzen und punktgleich vor Frankreich Platz zwei belegen. "Es ist ihnen gelungen, den Rhythmus vorzugeben und sich dabei Chancen zu erarbeiten. Sie haben ihre Reife unter Beweis gestellt", war Coach Mark Sampson mit seinen Spielerinnen zufrieden, die eine ordentliche Basis für den letzten Spieltag herausholten.

Die Brasilianerinnen (Gruppe E) konnten schon nach dem zweiten Spiel einen Haken hinter die Gruppenphase machen: Mit dem 1:0-Sieg gegen Spanien (1 Zähler) kamen sie auf sechs Punkte, was aufgrund des 2:2-Unentschiedens im Spiel Südkorea (1) vs. Costa Rica (2) vorzeitig Platz eins sicherte. Andressa Alves gelang der einzige und entscheidende Treffer gegen Spanien kurz vor der Pause (44.), als sie zunächst nur den Pfosten traf, den Abpraller dann jedoch versenkte. Spanien konnte die Partie recht offen gestalten, ließ allerdings die nötige offensive Durchschlagskraft vermissen. Südkorea bestimmte weitgehend die Partie gegen Costa Rica und konnte nach dem Rückstand durch Herrera (17.) verdient auf 2:1 stellen (20., So-Yun Ji durch Foulelfmeter/25., Ga-Eul Jeon). Die Ticas befreiten sich in der Schlussphase jedoch vom Druck; nach einem Pass aus dem Mittelfeld ins Zentrum glich Villalobos spät aus (89.).



Es gab Interesse von Barcelona, aber ich sagte meinem Bruder: Real oder nichts!

— Antonio Rüdiger, Neuzugang von Real Madrid, bei seiner Vorstellung in Bernabeu.