In der Vorrunde hatten der SC Freiburg und Mainz 05 zuletzt wenig gerissen. Nach der Winterpause aber putzten die zuvor angeschlagenen Teams mit neuem Elan und Personal Frankfurt und Paderborn mehr als deutlich vom Platz. Köln bestätigte in Hamburg imposant seine Auswärtsstärke, während sich Schalke gegen Hannover und Gladbach in Stuttgart mit 1:0-Arbeitssiegen begnügten. Am Vortag hatte Wolfsburg dem Spitzenreiter aus München die erste Saisonniederlage verpasst.
Besser konnte das Debüt für Nils Petersen beim SC Freiburg kaum ablaufen. Zur Halbzeit eingewechselt, traf er nach dem Ausgleich durch Daridas Elfer (62.) gleich dreimal hintereinander, so dass die Breisgauer von 18. auf den 13. Platz sprangen. Zuvor hatte Eintracht Frankfurt mit dem Speed-Treffer von Russ nach 46 Sekunden verdient zur Pause geführt, nach dem Seitenwechsel in der Deckung aber vollständig den Überblick verloren.
Auch dem 1. FSV Mainz 05 hatte man zum Rückrundenstart gegen den SC Paderborn 07 nicht unbedingt viel zugetraut, doch das Hjulmand-Team trumpfte gewaltig auf. In schöner Regelmäßigkeit versenkten die Hausherren den Ball im Kasten des chancenlosen Aufsteigers, wobei Malli doppelt begann (6., 46.), de Blasis (69.) den Unterschied voran trieb und Allagui (82.) sowie Geis per Elfer (87.) den Kantersieg vervollständigten.
Ein Doppelschlag von Risse (62., 78.) entschied die Partie des 1. FC Köln beim Hamburger SV, der einmal mehr sein Heimpublikum mit einem einfallslosen Kick den Stadionbesuch verdarb und gegen die defensiv sicheren Geißböcke zurecht nach zwei Kontertreffern unterging.
Eher glücklich als verdient blieb der FC Schalke 04 gegen Hannover 96 durch einen Treffer von Höger (32.) siegreich. Die Niedersachsen hatten genügend Chancen zum Ausgleich, enttäuschten ihrerseits aber im Abschluss. Der königsblaue Huntelaar flog kurz vor Schluss nach einem blödsinnigen Wutfoul verdient vom Feld.
Pechvogel beim VfB Stuttgart war am Samstagnachmittag Abwehrstratege Niedermeier, der zwei Großchancen liegen gelassen hatte. Borussia Mönchengladbach präsentierte letztlich über weite Strecken die bessere Spielkultur und siegte am Ende durch einen Treffer von Herrmann (71.) nach einem schnellen Gegenzug.
Je zwei Treffer von Dost (4., 45.) und De Bruyne (53., 73.) zeigten dem FC Bayern München am Freitagabend auf, dass die Saison doch noch nicht ganz gelaufen ist und der erste Verfolger VfL Wolfsburg zu besonderen Leistungen fähig ist. Das Gegentor von Bernat zum 1:3 (55.) war an diesem Tag eher ein Schönheitsfehler beim insgesamt mächtig effektiven Auftritt der VW-Städter, die den Bayern in einem Spiel genauso viele Treffer einschenkten, wie in der gesamten Vorrunde das Tor von Welttorwart Neuer passierten. Vielleicht wird es ganz oben in der Bundesliga doch noch einmal spannend... Aber nur vielleicht.
Jetzt fahren wir selbstbewusst an die Ostseeküste!
— Im Bayern-Echo vor einem Auswärtsspiel in Bremen