Freiburg wieder vor Bochum

von Günther Jakobsen13:20 Uhr | 20.10.2015

Das notorische Wechselspiel an der Spitze ging in die nächste Runde; Leipzig rückte nahe heran. Nürnberg konnte seine vorhanden Torchancen am 11. Spieltag nicht ausreichend nutzen und 1860 München kam kaum in aussichtsreiche Positionen, um erfolgreich abzuschneiden.

„Ohne Tore kannst du kein Spiel gewinnen“, brachte 1860 Münchens neuer Coach Benno Möhlmann das Dilemma der Sechziger im Spiel gegen den Karlsruher SC auf den Punkt. Die Münchner entwickelten trotz überlegenem Spiels zu wenig Torgefahr. Ein Fehler im Spielaufbau, den Yamada - als Passgeber - und Hoffer ausnutzten, bescherte den Karlsruher Gästen dann im Montagsspiel einen 1:0-Auswärtserfolg sowie drei wertvolle Punkte. Die Münchner aber blieben im Abstiegsbereich hängen, lediglich vor dem MSV Duisburg platziert, der eine 0:1-Niederlage beim 1. FC Heidenheim einfing (83., Skarke). Fortuna Düsseldorf konnte sich nicht von Relegationsplatz 16 lösen, verkürzte durch den 1:0-Erfolg über Arminia Bielefeld jedoch den Rückstand auf die oberen Tabellennachbarn. Die Entscheidung fiel in der 24. Minute, als Gästetorwart Hesl einen Schuss Sararers ins eigene Tor abfälschte.

Zum wiederholten Mal veränderte sich die Reihenfolge an der Tabellenspitze. Der SC Freiburg trug seinen Teil zum erneuten Sprung auf die Topposition durch einen 5:2-Heimsieg gegen Greuther Fürth bei. Grifo tat sich als zweifacher Torschütze für die Breisgauer hervor (60./61.), dem zweiten Treffer ging allerdings ein Handspiel des Torschützen voraus. Bochum zog im recht ausgeglichenen Spitzenspiel gegen RB Leipzig den Kürzeren. „Unser Gast hatte auch das nötige Glück, wenn man sich mal unser Gegentor ansieht“, sprach VfL-Trainer Gertjan Verbeek die 65. Minute an, als Sabitzers verunglückte Flanke den Weg ins Tor fand. Leipzig rückte als neuer Tabellendritter bis auf einen Zähler an Bochum heran.
Immer noch in Reichweite zu den vorderen Rängen verblieben der FC St. Pauli (3:3 bei Union Berlin) und Eintracht Braunschweig (0:2 in Paderborn). Das Match im Stadion an der Alten Försterei bot reichlich Nervenkitzel, mit einem Happyend für die Hamburger, weil Kessel tief in der Nachspielzeit ausgleichen konnte.
Weniger glücklich verlief das Spiel der Nürnberger gegen den FSV Frankfurt. Die Clubberer hatten mehr von der Partie, führten jedoch nur sehr knapp mit 1:0 (57., Schöpf). In der Nachspielzeit bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen, den Dedic zum schmeichelhaften 1:1-Endstand verwandelte. Der SV Sandhausen bezwang den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0. Ein Kopfballeigentor von Vucur (39.) bei einem Eckstoß entschied gegen die Pfälzer, die nicht unbedingt die schwächere Mannschaft waren. „In der zweiten Halbzeit haben wir keine Entlastung mehr hinbekommen. Ich glaube, wir hatten nicht eine Gelegenheit“, bestätigte SVS-Coach Alois Schwartz, dass sein Team gehörig unter Druck stand. Allerdings musste Sandhausen ab der 73. Minute in Unterzahl spielen (Gelb-Rot für Klingmann).



Was haben der BVB und Karstadt gemeinsam? Beide sind pleite, aber Karstadt hat die bessere Sportabteilung.

— Der Münchner Kabarettist Michael Mittermeier über die Finanzkrise bei Borussia Dortmund, 2004/2005.