Gladbach fast in der Champions League

von Günther Jakobsen20:03 Uhr | 09.05.2015

Mit dem Sieg über den direkten Rivalen Leverkusen bringt Gladbach vor den beiden letzten Spieltagen einen Fünf-Punkte-Abstand zwischen sich und der Werkself, rückt auch noch dem Zweiten Wolfsburg auf die Pelle, der seinen Rang nur durch mindestens ein Remis am Sonntag in Paderborn verteidigen kann. Bayern spielte derweil gegen Augsburg wie unter Schock und unterlag daheim verdient. Dafür setzte Dortmund seinen guten Lauf gegen die Hertha fort, die somit wieder mitten im Abstiegskampf steckt. Hannover verpasste im Nord-Derby einen Sieg gegen Bremen und Frankfurt bezwang Hoffenheim recht souverän. Am Freitag verpassten starke Freiburger nur knapp einen Sieg beim HSV.

Im Spitzenspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen setzten sich am Ende deutlich die Hausherren mit 3:0 durch. Der erste Heimsieg der Fohlen über Bayer nach 26 Jahren wurde durch Treffer von Max Kruse (50.), Herrmann (81.) und Traoré (88.) eingetütet. Die keineswegs enttäuschende Werkself hatte zuvor seit zehn Spielen nicht verloren.

Barca hat am letzten Mittwoch das sportliche Gefüge des FC Bayern München wohl mehr durcheinander gebracht als erwartet. Gegen den FC Augsburg kassierte der Rekordmeister zurecht eine 0:1-Pleite (Bobadilla, 71.), die auch hätte höher ausfallen können. Denn u.a. scheiterte Verhaegh vom Punkt am Pfosten (15.) und der FCB musste ab der 13. Minute auf Keeper Reina verzichten, der nach einer Notbremse (13.) die Rote Karte sah.

Zwei Abwehrspieler sicherten den Sieg von Borussia Dortmund gegen eine vor allem im Angriff harmlose Elf von Hertha BSC. Subotic (9.) und Durm (47.) erhöhten die BVB-Chancen auf die Teilnahme an der Europa League.

Bis zur 78. Spielminute hatte Hannover 96 das Nord-Derby gegen eine konzeptloses Team von Werder Bremen klar beherrscht, allerdings nur einmal durch Stindl (21.) getroffen. Zwölf Minuten vor Schluss aber zirkelte Freistoßspezialist Junuzovic die Kugel ins Netz des Abstiegskandidaten und machte den Dreier für die in der Rückrunde immer noch sieglosen 96er zunichte.

Im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim fand Eintracht Frankfurt nach längerer Durststrecke wieder in die Spur zurück und siegte verdient mit 3:1. Aus wenigen Möglichkeiten machten Oczipka (18.), Seferovic (27.) und Chandler (34.) früh einen komfortablen Vorsprung, dem die irgendwie wenig motiviert auftretenden Gäste nur einen Volland-Freistoß (51.) zum Ehrentor entgegenzusetzen hatten.

Auch der Hamburger SV hatte wie Werder bei 96 reichlich Dusel beim 1:1 gegen den SC Freiburg, der am Freitagabend seine Auswärtspartie überraschend deutlich bestimmte. Beim HSV aber stach Torwart Adler heraus, der nur einen Gewaltschuss von Mehmedi (25.) passieren ließ. Der ebenfalls bis dahin überzeugende SC-Keeper Bürki aber ließ den Ball in der 90. Minute nach einer Flanke wieder aus den Fingern und Kacar gewann das entscheidende Luftduell, traf per Kopf zum mehr als schmeichelhaften Ausgleich für die Hanseaten.



Da zieht der Schlappi über die Nationalelf und Beckenbauer her, bezeichnet uns fast als Blinde - und selbst spielt er diesen Bauernfußball.

— Rudi Völler über Klaus Schlappner und Waldhof Mannheim, vgl. Rudi Völler - Gesammelte Werke , Sept. 2003, ,,Der Günter.. die haben doch Standfußball gespielt früher!"