Gladbachs drittes 4: 1 vor eigenem Publikum

von Günther Jakobsen19:38 Uhr | 27.10.2013

Gladbach kam aus den vogelwilden ersten 20 Minuten mit einer 2:1-Führung heraus und stabilisierte sich dann zusehends. Der Eintracht gelang keine vergleichbare Festigung, deshalb musste sie am Ende deutlich mit 1:4 geschlagen das Feld verlassen.

Mit kontrolliertem Spiel wollten zu Beginn offensichtlich beide Teams nicht allzu viel Zeit verschwenden. Das muntere Treiben gelangte allerdings erst durch eine Standardsituation zu einer Resultatsveränderung: Arangos Freistoß aus der 11. Minute schlug rechts unten im Frankfurter Kasten ein. Etwas konfus ging es wenig später im Gladbacher Sechzehner zu, nachdem dem Ball nach ter Stegens Abschlag von Aigner abgefangen wurde. Über Meier gelangte das Leder zu Kadlec, der strafstoßwürdig gefoult wurde. Da der Ball jedoch Aigner noch vor die Füße fiel und jener aus kurzer Distanz ins Netz traf, erkannte Schiedsrichter Zwayer auf Vorteil für die Eintracht (15.). Der Ausgleich hielt indes nicht sehr lange vor: Von Raffael halblinks im Sechzehner in Szene gesetzt, haute Wendt die Kugel zum 2:1 für die Gastgeber über die Linie. Trapp konnte das durch den Dauerregen nasse Spielgerät nicht kontrolliert abwehren, obwohl er noch dran war (18.). Frankfurt hatte in der Folgezeit Probleme, Zugriff auf das Spiel zu finden, während die Gladbacher zunehmend besser organisiert wirkten. Eine gute Ausgleichschance holten die Hessen noch kurz vor dem Pausenpfiff heraus, doch ter Stegen drehte mit Mühe einen Kopfball von Kadlec noch um den Pfosten (42.).

Spielerische und taktische Vorteile der Hausherren machten es Frankfurt auch nach dem Seitenwechsel schwer, sich überhaupt vor ter Stegens Kasten in Stellung zu bringen. Gladbachs Attacken waren gradliniger - und gefährlicher. In der 59. Minute zielte Xhaka noch eine handbreit links vorbei, nach Zuspiel von Kruse war Herrmann eine Minute später jedoch nicht mehr zu bremsen und setzte den Ball aus 15 Metern zum 3:1 ins linke untere Eck. Die höhere Handlungsschnelligkeit der Hausherren ermöglichte kurz darauf den vierten Treffer. Herrmann zog das Spielgerät von der Torauslinie zurück ins Zentrum, wo Arango ohne größere Probleme den Vorsprung ausbaute (66.). Mit großer Souveränität brachte Gladbach das Ergebnis bis zum Abpfiff über die Bühne. Lohn des Erfolges war die Rückkehr auf Rang vier.

André Schulin



Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt.

— Lothar Matthäus