Graue Aussicht für Grünweiß

von Günther Jakobsen17:57 Uhr | 14.09.2013

Mit dem FC Bayern, Bayer Leverkusen und dem FC Augsburg verstanden es drei Gastgeber, ihre durchwachsenen Leistungen der ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel vergessen zu machen und verdiente Siege einzufahren. Mainz scheiterte gegen Schalke an seiner mangelnden Durchschlagskraft, während sich Bremen eine berechtigte 0:3-Heimniederlage gegen Frankfurt einfing.

Der FC Bayern München und Hannover 96 spielten 45 Minuten lang auf Augenhöhe, ohne das Publikum von den Sitzen zu reißen. Bayerns Steigerung mündete dann in einen verdienten 2:0-Erfolg, da die Gäste nicht mehr ihre kompakte Linie durchzuhalten vermochten, derweil die Münchner sich mehrere gute Torchancen erarbeiteten und durch Mandzukic und Ribery trafen.

Im Gastspiel bei Bayer Leverkusen überzeugte der VfL Wolfsburg im ersten Spielabschnitt. Das 1:1 zur Pause war eher schmeichelhaft für die Leverkusener, die jedoch nach dem Seitenwechsel einen Gang hochschalteten. Ein Doppelpack Kießlings stellte Bayers Erfolg dann sicher; Wolfsburgs Gustavo musste in der Schlussphase seinen zweiten Platzverweis der Saison hinnehmen (86. Gelb-Rot).

Werder Bremens Aktien im Spiel gegen Eintracht Frankfurt standen schon zur Halbzeit schlecht: 0:2 hinten, Di Santo vom Platz (Rote Karte). Hunt vergab die Anschlusschance, da sein Strafstoß von Trapp pariert wurde (58.). Ein Eigentor Prödls (77.) machte das Fiasko der Grünweißen komplett; Frankfurt siegte völlig verdient.

Ein fein ins lange Eck gezirkelter Ball Boatengs bescherte dem FC Schalke 04 die verdiente Halbzeitführung beim zurückhaltenden FSV Mainz. Dieses Ergebnis brachten die Königsblauen über die Zeit, weil den 05ern ihre Durchschlagskraft an diesem Tag abging.

Nach tristen ersten 45 Minuten verlieh die 1:0-Gästeführung des SC Freiburg der Partie kurz nach Wiederanpfiff endlich Brisanz (46., Mehmedi). Der FC Augsburg ließ sich inspirieren, wendete durch Treffer von Altintop und Werner den Spieß um und konnte seinen dritten Sieg in Folge feiern.



Wer von der Meisterschaft spricht, wird von mir standrechtlich erschossen.

— Reiner Calmund vor dem Saisonfinale 2000