Greuther Fürth wieder dran

von Günther Jakobsen13:19 Uhr | 29.09.2015

Der SC Freiburg schnappte sich die Tabellenführung, weil Bochum den Lauterern unterlag. Greuther Fürths Siegesserie setzte sich fort und Union Berlin gewann erstmals vor eigenem Publikum.

Mit mächtigen Schritten - sprich: vier Siegen in Folge - mischte sich die SpVgg Greuther Fürth wieder unter Top-Klubs der Liga. Im Gastspiel bei Eintracht Braunschweig setzte sich das Team von Stefan Ruthenbeck mit 1:0 (14., Zulj) gegen einen direkten Konkurrenten durch und tauschte mit den Niedersachsen den Platz (von Rang 5 auf 4). „Wir haben in der zweiten Hälfte mit Mann und Maus verteidigt, hatten auch ein bisschen Glück, aber vielleicht haben wir uns den Sieg in der ersten Halbzeit verdient“, erklärte der „Kleeblatt“-Coach. Dem FC St. Pauli (0:0 beim SC Paderborn) und VfL Bochum (1:2 gegen Kaiserslautern) rückte man damit bis auf einen Punkt auf den Pelz. Der SC Freiburg indes, nach dem 2:0 gegen den FSV Frankfurt neuer Tabellenführer, hielt die Drei-Punkte-Distanz aufrecht. Nachdem Petersen vom Punkt an FSV-Keeper Weis gescheitert war (31., Foulspiel von Oumari an Höfler), konnten die Breisgauer den Druck noch erhöhen und aus dem Spiel heraus die Führung erzwingen (39., Philipp). Frankfurt kam in den zweiten 45 Minuten besser zur Geltung, der 0:2-Rückstand (49., Abrashi) entschied jedoch das Spiel zugunsten der Gastgeber.

RB Leipzig (2:2 bei 1860 München), der 1. FC Nürnberg (2:2 gegen Arminia Bielefeld) und der 1. FC Heidenheim (1:1 gegen den Karlsruher SC) traten auf der Stelle. Die Clubberer konnten sich bei Burgstaller bedanken, dessen später Doppelpack (83./89.) wenigstens noch einen Zähler gegen die Arminen brachte. Heidenheim verpasste den Sieg gegen den KSC, weil Valentini in der Nachspielzeit einen Freistoß gekonnt in die Maschen setzte. FCH-Trainer Frank Schmidt erkannte die Feldüberlegenheit der Karlsruher an und fand, dass seine Mannschaft vielleicht „Einen Tick zu tief ...“ gestanden habe.
Fortuna Düsseldorfs vermeintlicher Aufschwung - zuvor drei Spiele ohne Niederlage - erlitt im Heimspiel gegen den SV Sandhausen einen herben Rückschlag. Auf Jovanics Treffer aus der 50. Minute wussten die Fortunen nicht zu antworten. „Wir haben zusehends fußballerisch verkrampft“, analysierte Frank Kramer den Mangel, sich erfolgreich gegen die Niederlage zu stemmen. Dem MSV Duisburg mangelte es im Gastspiel bei Union Berlin nur an einem weiteren Treffer, um einen Punkt mitzunehmen. Die „Eisernen“ führten zur Halbzeit bereits mit 3:0, kamen durch Gegentreffer von Obinna (56.) und Onuegbu aber noch ins Schwitzen (84.). „Die erste Halbzeit war das komplette Gegenstück zu den letzten beiden Spielen. Heute haben wir in der ersten Halbzeit viel falsch gemacht, aber trotzdem 3:0 geführt“, wunderte sich Unions Trainer Sascha Lewandowski, hatte gegen den ersten Heimspiel-Dreier der Saison jedoch nichts einzuwenden.



Es ist immer wieder der gleiche Spielverlauf, dass du nach dem Spiel hier stehst, gibst dämlich-doofe Interviews und bist gezwungen, irgendwas in die Kamera zu sagen.

— Dirk Lottner, 1. FC Köln, nach einem Spiel in Bremen.