Verlustpunktfreie Tabellenführer gab es noch im Norden und Westen zu bestaunen, derweil die Ost-Staffel von einer punktgleichen Doppelspitze angeführt wurde. Illertissens Vorsprung vergrößerte sich nochmals.
Werder Bremens U 23 ließ sich von St. Paulis Zweiter, die bis dahin ebenfalls noch ungeschlagen war, nicht vom Erfolgsweg abdrängen. Max Wegner traf zur 1:0-Pausenführung der Grünweißen (16.). In der Schlussphase, als die Gäste kräftemäßig abbauten, steuerte der Stürmer noch zwei weitere Tore zum üppigen 6:0-Endstand bei. Holstein Kiel setzte sich dank des 5:0-Kantersieges über Cloppenburg auch in der Spitzengruppe der Regionalliga Nord fest. Der VfB Lübeck indes fand immer noch keinen griffigen Einstieg in die Saison. Selbst die 1:0-Führung durch Marheineke (5.) auf eigenem Platz vermittelte nicht genügend Sicherheit um sich gegen den Aufsteiger BSV Rehden durchzusetzen. Ein Eigentor Zazais (79.) besiegelte schließlich die ernüchternde 1:4-Pleite, die sogar noch höher hätte ausfallen können.
Im Nordosten tilgte der Torgelower SV Greif die Null von seinem Punktekonto. Das Duell gegen den Mitaufsteiger FSV Optik Rathenow endete 1:1 remis, womit die Gastgeber, für die N’Diaye die Führung besorgte (50.), zufrieden sein konnten. Zum neuen Spitzenreiter der Liga avancierte der FC Magdeburg (3:0 gegen Meuselwitz) vor dem punktgleichen Team von RB Leipzig. Fast 25.000 Fans waren zugegen, als die „Bullen“ das Stadtderby gegen Lokomotive Leipzig mit 3:1 für sich entschieden. „Wir haben ein Riesen-Fußballfest in Leipzig gehabt mit einem mehr als verdienten Sieger“, jubelte RB-Coach Alexander Zorniger. Der VfB Auerbach (3:2 beim VFC Plauen) hielt sich als Dritter knapp hinter den beiden Topteams.
Eine mit 18 Punkten nach sechs Spielen makellose Bilanz sicherte Viktoria Köln auch weiterhin den Spitzenplatz in der Regionalliga West. Im Heimspiel gegen Rot-Weiss Oberhausen konnte selbst das lange Unterzahlspiel (43., Gelb-Rot für Schlösser) kompensiert werden. Müller (25.) und Bouhaddouz (81.) trafen zum 2:0-Sieg. Schalkes U 23 (3:0 bei Gladbach II) und Fortuna Köln (2:0 bei der SSVg Velbert) konnten noch in Reichweite des Tabellenführers bleiben. Nach seinem wohl bislang schwächsten Saisonspiel rutschte der VfB 1948/64 Hüls vollends ans Tabellenende. „In den letzten Wochen haben wir gut gespielt, heute nicht“, fasste Trainer Martin Schmidt die 0:2-Niederlage bei den Sportfreunden Lotte zusammen.
1899 Hoffenheim rettete nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punktgewinn gegen Idar-Oberstein. Die Verfolger aus Elversberg (2:0 gegen Eschborn) und Homburg (3:1 beim FSV Mainz II) rückten dem Tabellenführer der Regionalliga Südwest jedoch näher auf den Pelz, und der SV Elversberg hätte - da ein Spiel weniger absolviert - virtuell die Möglichkeit vorbeizuziehen. Selbst Trier (1:0 gegen Worms) und Kassel (2:1 bei Bayern Alzenau), obwohl aufgrund der wesentlich schlechteren Torbilanz noch nicht in Schlagdistanz, erhöhten mit ihren Erfolgen den Druck. Triers Coach Roland Seitz (“Das ist ein Highlight”) war hoch erfreut, dass mit dem Sieg gegen die Wormatia endlich der erste Dreier auf eigenem Platz geholt wurde.
Seine herausragende Position in der Regionalliga Bayern unterstrich der fünf Punkte enteilte FV Illertissen auch dadurch, dass er den einzigen Auswärtssieg des 10. Spieltags zustande brachte. „Jetzt haben wir auch mal eine Partie gewonnen, in der wir nicht so gut gespielt haben“, war der Trainer des souveränen Tabellenersten Holger Bachthaler mit dem 1:0 (39., Yilmaz) bei der SpVgg Bayern Hof zufrieden. Noch keine große Verbesserung in der Tabelle, aber einen kräftigen Schub in Sachen Torverhältnis verzeichneten die Münchner „Löwen“: Mit den jeweils zweifachen Torschützen Karger und Jais, sowie Treffern durch Wood und Ziereis schlug der TSV 1860 II die Würzburger Kickers mit 6:2. Man rückte damit bis auf einen Punkt an den Konkurrenten heran.
Die besten Nationaltrainer? Journalisten!
— Franz Beckenbauer