Als der letzte Abpfiff der Achtelfinalspiele verhallte, sorgte die Auslosung des Viertelfinalknallers FC Bayern vs. Borussia Dortmund für Aufregung. Auch sehr reizvoll: der andere Bundesligavergleich, Mainz gegen Freiburg.
Gleich nach den letzten Achtelfinal-Entscheidungen ging es über in die Auslosung zur nächsten Runde. Da der Ur-Schalker Olaf Thon die Glücksfee spielte, und dann tatsächlich den Dortmundern das schwerste Los bescherte, einen Auswärtstermin beim FC Bayern, bot sich die Ruhrpott-Grantelei des zugeschalteten BVB-Bosses Karl-Heinz Watzke an: „Von Olaf Thon haben wir ja nichts anderes erwartet.“ Ganz sicher nicht erwartet hatte Hannover 96 die Art und Weise, in der man das Gastspiel in Dortmund verlor. „Wir hatten keine Chance gegen den BVB …“, erklärte der ernüchterte Mirko Slomka nach dem 1:5-Debakel. Vor allem in der ersten Hälfte wurden die Niedersachsen fast komplett aus dem Spiel genommen und durch Treffer von Götze (3./40.) und Blaszczykowski (18.) aussichtslos zurückgeworfen. Als die Borussia dann kurzzeitig die Spannung verlor, glückte den Gästen durch Dioufs Kopfballtreffer das zwischenzeitliche 1:3 (79.), aber nur fünf Minuten danach vergrößerte Götze mit einer formvollendeten Volleyabnahme den Abstand wieder. Lewandowski, der zuvor mehrmals an Zieler gescheitert war, stellte in der Schlussminute den Endstand her.
Derweil Lewandowskis Last-minute-Treffer von minderer Bedeutung war, kam dem Tor des Wolfsburgers Bas Dost, erzielt in der 90. Minute gegen Bayer Leverkusen, entscheidende Bedeutung zu. Leverkusen spielte von Beginn an sehr unterkühlt, ging aber in Führung, nachdem Fagner eine Flanke von Boenisch unhaltbar für Benaglio ins eigene Tor abfälschte (31.). Der VfL erkämpfte sich die größeren Spielanteile und hatte durch den emsigen und nach der Pause wirkungsvolleren Diego Chancen, die Leno jedoch vereitelte (56./82.). Auch einen satten Schuss Schäfers parierte Bayers Keeper (69.). Gegen den 15-Meter-Kracher des kurz zuvor eingewechselten Träsch war jedoch kein Kraut gewachsen (78.). In der Schlussphase hatte Wolfsburg dann die größeren Reserven und erzielte durch Dost den 2:1-Siegtreffer, nachdem der Ball durch eine verunglückte Kopfballaktion Topraks dem Niederländer in den Lauf fiel. Tags darauf verkündete der VfL das Ende der Interimstätigkeit Lorenz-Günther Köstners bei den Profis; der Coach nahm wieder seine Stelle bei der U 23 ein. Im Viertelfinale wurde Wolfsburg dem Drittligisten Kickers Offenbach zugelost.
VfB-Sportdirektor Fredi Bobic musste kräftig durchpusten. Mit sehr viel Mühe und Dusel hatte sich Stuttgart im Duell gegen den Zweitligisten 1. FC Köln mit 2:1 durchgesetzt. Ein Doppelschlag von Gentner (31.) und Ibisevic (35., Handelfmeter) brachte den Schwaben in der niveauarmen Partie eine 2:0-Halbzeitführung ein. Es lag indes mehr in der Abschlussschwäche der Kölner begründet, die durch Clemens lediglich noch den Anschluss schafften (80.), das der VfB nach 90 Minuten den Einzug ins Viertelfinale feiern konnte. Dort erwartet man den VfL Bochum, der sich im Zweitligavergleich als zu stark für die Münchner Löwen erwies. Allerdings mussten die Gäste bereits ab der 27. Minute in Unterzahl auskommen (Rote Karte für Vallori nach einer Notbremse gegen Iasvili). Wenig später traf Dedic bereits zur 1:0-Führung ins rechte Eck (30.). Bochums Routinier Marcel Maltritz sorgte mit einem Kopfball-Doppelpack für den 3:0-Endstand (75./78.). Beiden Treffern ging jeweils ein Eckstoß Rzatkowskis voraus, der auf Maltritz verlängert wurde.
Als Klingbeil bei 15 Prozent für die SPD sagte: Wir schaffen das, dachte ich: Arminia Bielefeld wird auch mal Meister.
— Uli Hoeneß über den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil.