DFB-Team

Heimsiege

von Günther Jakobsen17:28 Uhr | 30.05.2013

In allen drei Relegationsduellen setzten sich die Gastgeber durch. Vor den letztlich entscheidenden Rückspielen können Kiel und Leipzig auf einen strapazierfähigen 2:0-Vorsprung bauen; Elversbergs Vorteile sind weniger üppig.

Die Kulisse in Leipzig war mindestens drittligareif: Mehr als 30.000 Besucher erlebten vor Ort mit, wie die Hausherren ihrem Aufstiegsziel ein Stück näher kamen. Der Spielverlauf war mit dem 2:0-Erfolg RB Leipzigs über die Sportfreunde Lotte allerdings nicht adäquat dargestellt, da die Gäste zumindest vor der Pause den besseren Eindruck vermittelten. Der Elfmetertreffer durch Kutschke (47.), nach einem Foul Naubers an Kammlott, verschaffte Leipzig dann größere Stabilität; Morys baute den Vorsprung in der Schlussphase noch aus (84.). „Insgesamt war es ein verdienter Sieg, aber nicht unbedingt mit zwei Toren“, meinte RB-Coach Alexander Zorniger. Ungünstig für Lotte, dass Shapourzadeh in der Nachspielzeit noch die Rote Karte sah und damit für das Rückspiel gesperrt war.

Holstein Kiel schloss sein Heimspiel gegen Hessen Kassel ebenfalls mit einem 2:0-Sieg ab. „Wir haben kaum Torchancen zugelassen, sind ein unheimliches Tempo gegangen und haben alles gegeben. Die Mannschaft hat heute die Vorgaben super umgesetzt …“, war „Störche“-Coach Thorsten Gutzeit im wesentlichen zufrieden. Allerdings hätten die Voraussetzungen der Norddeutschen vor dem Rückspiel noch besser sein können, hätte man mehr aus seinen Torchancen gemacht. „Er hat uns glänzend im Spiel gehalten“, lobte Kassels Übungsleiter Uwe Wolf seinen Schlussmann Nulle, der die Niederlage in Grenzen hielt. Sykora mit 30 Meter Anlauf (30.) und Wetter aus einer Vier-Meter-Kurzdistanz (52.) brachten den Ball über die Linie.

Der knappe 3:2-Sieg der SV Elversberg über die Zweite des TSV 1860 München ließ dieses Duell um den Drittliga-Einzug vollkommen offen. Einem rasanten Wechselbad der Emotionen waren Zuschauer und Aktive vor allem im ersten Spielabschnitt ausgesetzt, als die „Löwen“ zweimal vorlegten (3., Maier/21., Aygün), die Hausherren jedoch jedes Mal egalisierten (12., Wenzel/23., Krasniqi). Devilles erfolgreiche Direktabnahme kurz nach dem Seitenwechsel (49.) verschaffte schließlich der SVE einen hauchdünnen Vorteil. „Wir sind auswärts mit Sicherheit nicht schlechter als zu Hause“, behauptet Jens Kiefer, derweil sein Münchner Trainer-Pendant Markus von Ahlen sich nicht vom knappen Rückstand beeindrucken lässt: „Trotzdem ist unsere Ausgangslage gut …“



Das schaue ich mir gar nicht erst an, da warte ich einfach nur, bis in Köln gehupt wird.

— Stefan Raab über das WM-Spiel Türkei gegen Senegal