Während sich die DFB-Elf im Hinspiel noch mit Ach und Krach zu einem knappen Erfolg durchrang, verlief die Partie diesmal deutlicher zu Gunsten des Favoriten ab. Beim 3:0 zog Klose durch seinen 68. Länderspieltreffer mit Gerd Müller gleich, Kapitän Philipp Lahm lief zum 100. Mal für Deutschland auf.
Österreich schien die Löw-Truppe in den ersten Spielminuten regelrecht überrennen zu wollen, doch der Favorit stemmte sich erfolgreich gegen die Austria-Ambitionen und wurde selbst immer stärker. Erste Schüsse nach etwa zehn Minuten durch Kroos, Khedira und Klose zischten zwar nur knapp am Kasten der Gäste vorbei, zeigten aber ein willensstarkes DFB-Team, das nun das Spiel beherrschte. Gegen das Kombinationsspiel der Deutschen fanden die Österreicher immer weniger Mittel und wurden deutlicher in die eigene Hälfte gepresst. Torwart Almer zeichnete sich nach einer knappen halben Stunde noch gegen Reus und Klose aus, war aber chancenlos, als Dragovic und Klose in eine Müller-Flanke grätschten und die Kugel ins Tor ablenkten. Klose war zuletzt am Ball und kam somit endlich zu seinem 68. Länderspieltreffer (33.). Österreich fiel vor der Pause nur durch einige Fernschüsse auf, die allerdings nicht sonderlich viel Gefahr heraufbeschworen.
Erneut kam Österreich nach dem neuen Anstoß schneller in die Partie, nutzte seine ersten Möglichkeiten jedoch nicht. Dafür trafen erneut die Deutschen. Auf Vorlage von Reus traf Kroos aus halblinker Position mit einem 22-Meter-Geschoss genau ins obere rechte Dreieck zum 2:0 (51.). Einen weiteren Treffer verpassten in den Folgeminuten zweimal Müller sowie Torschütze Kroos. Gäste-Trainer Koller brachte alsbald neues Personal und wäre durch den Joker Sabitzer fast auf 1:2 herangekommen (69.). Deutschland hatte etwas nachgelassen und Österreich mehr Luft gelassen, doch auch Harnik kam nicht an Neuer vorbei (70.). In der Schlussphase sahen die Zuschauer kaum mehr Torszenen. Die Partie versandete im Mittelfeld, unterbrochen von vielen kleinen Fouls, die einige Gelbe Karten nach sich zogen. Mit einem letzten gelungenen Angriff aber gelang Deutschland noch das 3:0 durch Müller (88.). Kroos und Höwedes hatten die gute Vorarbeit geleistet. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter Erfolg für die DFB-Elf, die sich vor allem auch in der Abwehr endlich wieder stabil präsentierte.
Ulrich Merk
Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch.
— Stefan Effenberg