Eine dramatische Wende in der Schlussphase des Gastspiels der TSG Hoffenheim beim BVB trieb den Abstiegskampf auf eine dramatische Spitze. Die Kraichgauer sicherten sich den Relegationsplatz 16 und da Augsburg erwartungsgemäß die SpVgg bezwang, musste Düsseldorf den Weg in die zweite Liga antreten. Freiburg konnte Schalke den vierten Platz nicht streitig machen.
Borussia Mönchengladbach überraschte den FC Bayern München völlig: Nach zehn Minuten führten die Gastgeber bereits mit 3:1. Die Münchner ließen sich jedoch nicht beeindrucken. Sie dominierten die Partie und drehten in der zweiten Halbzeit auch den Spielstand noch zu ihren Gunsten. Robben setzte den 4:3-Siegtreffer (59.).
Ein verhängnisvolles Eigentor von Schuster (57.) erwischte den SC Freiburg in doppelter Hinsicht auf dem falschen Fuß. Wenige Minuten zuvor hatte Schmid zum 1:1 getroffen (53.) und damit Draxlers zeitige Führung für Schalke egalisiert. Die Breisgauer hätten einen Sieg benötigt, um den Gästen den vierten Rang noch wegzuschnappen, konnten Schalke aber nicht mehr entscheidend in Bedrängnis bringen.
Fortuna Düsseldorf scheiterte bei Hannover 96 an seiner Abschlussschwäche. Man hatte ausreichend Spielanteile und Chancen, um in der ersten Halbzeit den Klassenerhalt aus eigener Kraft sicherer zu gestalten. Das Auslassen der Möglichkeiten rächte sich bitter, denn die „Roten“ besannen sich ihrer Effektivität; Diouf und Ya Konan per Doppelpack holten einen 3:0-Sieg heraus. Nach dem Apfiff mussten die Düsseldorfer auf der Videowand mitverfolgen, wie sie schließlich sogar die Relegation verpassten.
1899 Hoffenheim kam auf unglaubliche Weise zu einem 2:1-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund, der den Kraichgauern zum Sprung auf Relegationsplatz 16 verhalf. Die „Schwarzgelben“ waren die gesamte Spieldauer hoch überlegen, nutzten ihre Chancen aber nur einmal effektiv (6., Lewandowski). In der Schlussphase bekamen die Gäste jedoch zwei berechtigte Foulelfmeter zugesprochen, die Salihovic verwandelte (77./82.). Ein Ausgleichstreffer der dezimierten Borussen in der Nachspielzeit (81., Rot für Weidenfeller) wurde wieder zurückgenommen, da das Schiedsrichterteam ein aktives Eingreifen des abseits stehenden Lewandowski erkannte.
Der FC Augsburg ließ sich im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth die Chance auf weitere drei Punkte nicht nehmen. Der Erfolg wackelte nur kurz, als Trinks für die Gäste den zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss markierte. Ji traf in der 75. Minute zum 3:1-Endstand - der schließlich den direkten Klassenerhalt des FCA bedeutete.
Werder Bremen versuchte im Gastspiel beim 1. FC Nürnberg seine Sieglos-Serie zu beenden. Zur Pause führte man verdient durch de Bruyne mit 1:0, konnte jedoch nach dem Seitenwechsel das Level nicht halten. Der Club stabilisierte sich, war stark bei Standards und siegte schließlich noch 3:2.
Kießlings 1:0-Siegtreffer für Bayer Leverkusen in der Schlussminte brachte dem Stürmer nicht nur die Torjägerkrone ein, sie war auch das endgültige Aus der letzten Hoffnungen des Hamburger SV, die Europa League noch zu erreichen. Zuvor konnte Adler mit guten Paraden noch einen früheren Rückstand verhindern,
Eintracht Frankfurt genügte die 2:2-Punkteteilung gegen den VfL Wolfsburg, um als Sechstplatzierter einen internationalen Startplatz zu erreichen. Die Hessen mussten einen 0:2-Rückstand wettmachen, spielten jedoch seit der 35. Minute in Überzahl, da Hasebe die Rote Karte sah.
Ein weiteres 2:2-Remis stand am Ende der Begegnung VfB Stuttgart vs. FSV Mainz 05. Alle Treffer fielen bereits vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel war der VfB das etwas offensivere Team, konnte das letztendlich ohne größere Bedeutung bleibende Match aber nicht mehr für sich entscheiden.
Wir müssen jetzt mit dem Boden auf den Füßen bleiben.
— Jürgen Röber