Durch einen Treffer kurz vor dem Abpfiff gewann der Hamburger SV beim 1. FC Köln. Der Erfolg war verdient, denn nicht die Geißböcke, sondern die Hanseaten traten wie eine Heimmannschaft auf.
Da der 1. FC Köln in seinen weißen Trikots antrat, musste der Hamburger SV auf seine roten Ausweichhemden zurückgreifen. Nicht nur deswegen erinnerten die Hanseaten bei ihrem Auswärtsauftritt in der Domstadt an den FC Bayern. Wie von ihrem Trainer Thorsten Fink immer wieder gefordert, traten die Hamburger auch in Köln zunächst dominant auf. Der HSV stellte mit über 70 Prozent Ballbesitz zwar die eindeutig feldüberlegene Mannschaft in der ersten Halbzeit dar, aber nur in der Anfangsphase spielte er sich Torchancen heraus. Für die erste Schrecksekunde sorgte die FC-Viererkette selbst, als ihre Abseitsfalle nicht zuschnappte und Petric plötzlich frei vor dem Tor an den Ball kam. Doch Eichner fuhr ihm noch entscheidend in die Parade (7.). Wenige Sekunden später konnte kein Kölner Verteidiger Jansen am Abschluss hindern, aber der Schuss des ehemaligen Gladbachers flog um ein paar Meter am Tor vorbei (8.). Sein Heber landete ebenfalls nicht im Zielgebiet, sondern nur auf dem Tordach (10.). Danach hatten sich die Kölner jedoch in der Defensive besser auf die gegnerischen Angriffe eingestellt und versuchten nach vorne zu kontern. Nach einer knappen Viertelstunde tauchten die Domstädter erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Peszko zielte allerdings etwas zu hoch (14.). Sechs Minuten später wurde Novakovic´ Versuch vom Hamburger Verteidiger Rajkovic abgeblockt. Anschließend war bis zum Pausenpfiff der Strafraum Tabuzone auf beiden Seiten.
In der zweiten Halbzeit wollten die Hanseaten die Kölner zunächst aus der Defensive herauslocken. Die Fink-Schützlinge ließen sich zurückfallen und überließen dem Gastgeber die Initiative. Allerdings blieben die erhofften Konterchancen für die Hamburger aus, und stattdessen musste ihr Schlussmann Drobny sogar ein Mal hinter sich greifen. Dem vermeintlichen Führungstreffer für die Platzelf durch Lanig blieb jedoch wegen einer Abseitsstellung zu Recht die Anerkennung verwehrt (62,). Deswegen ergriffen die Gäste in der Schlussphase wieder selbst die Initiative und zogen ein regelrechtes Powerplay auf. Lange Zeit scheiterten sie an der eigenen Chancenverwertung. Petric vergab zwei gute Möglichkeiten (69., 73.). Jarolims Direktabnahme nach einer Ecke strich über die Latte (76.). Und Aogo schoss bei seinem Seitfallzieher lediglich FC-Keeper Rensing an (83.). Zwei Minuten vor dem Schluss wurden die Hamburger doch noch für ihr Anrennen belohnt. Guerrero brachte den Ball an Rensing vorbei und hatte Glück, dass der Kölner Kapitän Geromel unglücklich am rechten Pfosten stand und den Schuss entscheidend ins eigene Tor abfälschte.
Senthuran Sivananda
Na! Da Hos bleibt da, geht net.
— Ernst Happel zum Thema ,,Länderspiel-Abstellungen" für seinen österreichischen Spieler Franz ,,Da Hos" Hasil bei Feyenoord Rotterdam.