Die Abwärtstendenzen bei Hannover 96 und Werder Bremen setzten sich fort. Die Niedersachsen unterlagen im Nord-Derby trotz Führung dem sich steigernden HSV, während die Hanseaten von der Weser auf eigenem Terrain gegen Mainz bereits aussichtslos zurück lagen, es zum Schluss aber nochmals spannend machten.
Seit fast neun Jahren hatte Hannover 96 nicht mehr beim Hamburger SV gewonnen, musste allerdings auch diesmal ohne einen Punkt abreisen. Nach beiderseits schwachem Beginn gingen die Niedersachsen nach einem Abwehrfehler durch Huzti zwar in Führung (28.), doch bereits drei Minuten später glich Badelj mit einem Sonntagsschuss aus. Beister gelang per Kopf gleich nach der Pause das 2:1 und Calhanoglu (84.) setzte den Schlusspunkt in einer mittelprächtigen Partie, in der sich der HSV, ohne den verletzten Rafael van der Vaart, zu steigern wusste.
Bei den ersten beiden Gegentoren sah der Torwart von Werder Bremen, Sebastian Mielitz, nicht sonderlich glücklich aus. Beim 1:0 des 1. FSV Mainz 05 durch Nico Müller (7.) stand er viel zu weit vorm Tor. Vor dem 0:2 ließ er die Kugel unnötig gegen die Latte prallen und hatte beim Nachschuss von Okazaki (17.) kaum eine Chance. Werder lief dem Rückstand zwar tapfer hinterher, wurde aber erst gegen Ende des Spiels zweimal durch Hunt gefährlich, wobei sich Keeper Karius jeweils auszeichnete. Dann erhöhte Okazaki bei einem Konter auf 3:0 (70.), doch in den Schlussminuten verkürzten die Gastgeber überraschend auf 2:3 durch Elia (85.) und Di Santo (90.). Der zuvor fast aussichtslose Gleichstand gelang der Dutt-Elf in den verbleibenden drei Minuten Nachspielzeit allerdings nicht mehr.
Mich versteht man in Albanien und im Hunsrück. Entscheidend sind in unserem Job Fachwissen und Menschenkenntnis und nicht, ob einer Hochdeutsch oder Dialekt spricht.
— Klaus Schlappner