Mönchengladbach, im Samstags-Spätspiel und der FC Augsburg tags darauf feierten ihre ersten Saisondreier. Hannover bezwang abschließend den Hamburger SV und belegte punktgleich hinter Leverkusen und dem FC Bayern Platz drei.
Ein derart klares Ergebnis konnte man nicht erwarten. Zumal Schalke in der Vorwoche gegen den FC Bayern, gerade nach verschlafenem Auftakt, die Sache noch in positive Bahnen lenkte. Beim Gastspiel in Gladbach verlief es jedoch genau umgekehrt: Nach gutem Beginn gerieten die "Knappen" aus dem Tritt, wozu Hahns überlegt abgeschlossener Führungstreffer natürlich beitrug (18.). "Man hat deutlich gemerkt, dass der Spielrhythmus noch nicht da ist", verwies Jens Keller darauf, dass man einige Stammkräfte ersetzen muss, während anderen Akteuren noch die Spielpraxis fehlt. Sein Gladbacher Pendant Lucien Favre hatte ganz andere Probleme - er hatte mehrere Optionen, seine Offensive personell zu bestücken. Der 4:1-Sieg bestätigte des Schweizers Entscheidung, mit dem Stürmer-Duo Raffael/Kruse zu beginnen. "Wir hatten noch viele weitere Möglichkeiten. Deswegen ist der Sieg am Ende auch verdient", meinte Favre. Mit nunmehr fünf Zählern ausgestattet rückte Gladbach auf Rang sechs vor, während Schalke seinem gegen die Bayern errungenen Zähler nichts hinzufügte und auf Platz 16 abrutschte.
Der größte Sprung des dritten Spieltags gelang dem FC Augsburg, der im ersten Sonntagsspiel mit 1:0 bei Eintracht Frankfurt siegte. Mit dem Dreier, durch Bobadilla gesichert (49.), verließ man das Tabellenende und besetzte Platz zwölf. Einiges Unverständnis kam auf, weil der Eintracht offenbar ein klarer Foulelfmeter nur deshalb verweigert wurde, weil die Kommunikation zwischen Referee Manuel Gräfe und dem Vierten Schiedsrichter an einem defekten Headset des Assistenten scheiterte (16.). Allein daran wollte Thomas Schaaf die Niederlage jedoch nicht festmachen: "Heute ist eine Menge schiefgelaufen. Wir haben kopflos gespielt, hatten keinen Rhythmus und, was noch entscheidender ist, keinen Zugriff." Eine ganze Menge lief auch für den Hamburger SV schief, der nach der 0:2-Niederlage im Nordduell bei Hannover 96 die Rote Laterne umgehängt bekam. Chancenlos war Mirko Slomkas Elf gegen das Ex-Team seines Coaches nicht, den Doppelschlag der Niedersachsen aus der ersten Halbzeit (13., Andreasen/24., Sobiech) vermochten die abschlussschwachen Hanseaten jedoch nicht wettzumachen. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns gefangen und deutlich besser präsentiert", plädierte Slomka dafür, der stark veränderten Mannschaft (sieben Wechsel gegenüber der Vorwoche) Vertrauen zu schenken. "Dass Kritik kommt, nach nur einem Punkt aus drei Spielen, ist klar."
Wenn Stepi statt 2:12 Punkten 12:2 geholt hätte, dürfte er den Spielern weiter mit dem Bambusknüppel auf den Kopf hauen.
— Reiner Calmund, Manager Bayer 04 Leverkusen, zur Entlassung von Trainer Dragoslav ,,Stepi" Stepanovic.