Identische Ziele

von Günther Jakobsen15:53 Uhr | 17.08.2014

Leverkusen investierte kräftig in das neue Personal, derweil Schalke wenig Veränderungen vornahm. Beide West-Vereine peilen einen erneuten Champions-League-Platz an.

Der erste Pflichtspieleinsatz von Leverkusens neuem Coach Roger Schmidt endete mit einem erwartbaren, gleichwohl für den Bundesliganovizen angenehmen Erfolgserlebnis: Bayer setzte sich in der ersten DFB-Pokalrunde mit 6:0 gegen den Verbandsligisten Alemannia Waldalgesheim durch. Fünf Treffer gingen auf Stefan Kießlings Konto, was der neue Trainer ("Wenn ich ihn nicht runtergenommen hätte, wären vielleicht noch einige Tore hinzugekommen"), der die Werkself mit einer 4-2-2-2-Taktik ausstatten will, erfreut zur Kenntnis nahm. Das spielerische Potenzial Leverkusens sollte sich zur neuen Saison noch vergrößert haben. Mit Hegeler (zur Hertha), Can (Liverpool FC) und vor allem Sidney Sam (Schalke) verließen zwar drei wertvolle Spieler den Verein, doch sollten die Neuverpflichtungen die Lücken problemlos füllen können. Interessant zu beobachten wird u.a. sein, wie Karim Bellarabi, der in der letzten Saison bei Eintracht Braunschweig überzeugte, nach seiner Rückkehr Fuß fasst. Weitere frische Offensivkräfte sind Stürmer Josip Drmic (aus Nürnberg) und der Ex-Hamburger Hakan Calhanoglu. Auch in der Defensive wurde nachgebessert. In diesem Bereich kann der von Schalke ausgeliehene Kyrgiakos Papadopoulos wegen seiner Bundesligaerfahrung als Sofortverstärkung betrachtet werden; Tim Jedvaj (AS Rom, Innenverteidigung) und der Brasilianer Wendell (Porto Alegre, Linksverteidiger) gelten als vielversprechende Talente. "Wir wollen die Dortmunder ärgern. Vielleicht zusammen mit Schalke und Wolfsburg. Unser Hauptziel ist die Champions League", formuliert Rudi Völler Bayers Ambitionen.

Schalkes Kader hat keine wesentliche Veränderung erfahren. Allerdings hat man sich in der Breite verstärkt: Den potenziellen Stammspielern auf der Verlustseite (Papadopoulos, Szalai) stehen die Zugänge Aogo (Hamburger SV), Sam (Leverkusen), Choupo-Moting (Mainz), Giefer (Düsseldorf) und Barnetta (Frankfurt) gegenüber. "Ich bin sehr zufrieden und möchte im Moment keinen neuen Spieler", sieht Jens Keller keinen Anlass zur Beschwerde. "Wir sind super froh, dass wir unsere jungen Spieler haben. Die haben sich super entwickelt. Ich glaube, die ganze Bundesliga beneidet uns um sie." Eine besondere Dichte besteht bei den "Knappen" im Gerangel um die zentrale Mittelfeldposition, um die sich Julian Draxler, Max Meyer und Kevin-Prince Boateng bewerben. Als routinierte Alternative auf der Torhüterposition konnte man unlängst noch Christian Wetklo (Darmstadt) einsammeln. "Wenn wir das wieder erreichen, was wir dieses Jahr erreicht haben, wäre das ein großer Erfolg", hat Keller eine erneute Champions-League Qualifikation im Auge.



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