Bundesliga - News

In der Endrunde

von Günther Jakobsen16:46 Uhr | 17.10.2012

Das EM-Turnier 2013 in Israel findet mit deutscher Beteiligung statt. Dank einem vor allem in der ersten Halbzeit überzeugenden Vortrag setzte sich das DFB-Team im Rückspiel mit 3:1 gegen die Schweiz durch.

Der Druck war da: Nach dem 1:1-Hinspielremis gegen die Eidgenossen, wenige Tage zuvor auf eigenem Boden, stand die von Rainer Adrion betreute U 21-Auswahl des DFB in Luzern mit dem Rücken zur Wand. „Wir haben die Enttäuschung aus dem Hinspiel schnell abgehakt. Es war klar, dass wir hier einen Sieg landen mussten“, meinte Adrion im Nachhinein - und sein Kapitän, Lewis Holtby, ließ frühzeitig Taten folgen. Ein hoher Freistoß des Schalkers, von halbrechts in den Sechzehner der Schweizer getreten, wurde von allen versammelten Akteuren verpasst, sprang aber nach einmaligem Aufsetzen ins lange Eck (8.). Ein erneuter Freistoß Holtbys, aus ähnlicher Lage wie zuvor, ging der 2:0-Führung der Deutschen voraus. Ein Schweizer Abwehrspieler köpfte das Leder bei seinem Rettungsversuch gegen den Hinterkopf Lasse Sobiechs, von wo der Ball dann ins Tor sprang (20.). Mit einem erfolgreichen Konter kurz vor der Pause, bei dem Bellarabi abschließend den zentral mitlaufenden Polter anspielte, sorgten die Gäste für einen beruhigenden 3:0-Pausenstand (44.). Ein Treffer der Schweizer war durchaus drin, als Toko einen von links kommenden Flankenball direkt nahm und satt aufs Tor brachte - doch Leno parierte stark (45.).

Es war klar, dass die Schweizmehr investieren musste. Die Deutschen richteten sich derweil zunehmend tiefer gestaffelt ein und versuchten es mit Kontern. Polter scheiterte bei einem schnellen Gegenstoß in der 58. Minute an Bürki, der den Lupfer-Versuch erahnte und abfing. Buff, der zuvor freistehend an Leno gescheitert war, schaffte es in der 75. Minute den Ball zum 1:3 im deutschen Kasten unterzubringen. Dabei blieb es jedoch. Holtby und Mlapa brachten die Kugel anschließend noch aufs Schweizer Tor, aber nicht an Bürki vorbei. Die Endrundenteilnahme war geschafft.



Sicher, er hat den einen oder anderen menschlichen Zug.

— Rainer Schütterle über Oliver Kahn