Das unrühmliche Aus des FSV Mainz gegen den griechischen Klub Asteras Tripolis blieb die einzige Schlappe, die Bundesliga-Qualifikanten in der Europapokal-Vorstufe hinnehmen mussten. Leverkusen und Mönchengladbach überfuhren ihre Kontrahenten in den Rückspielen förmlich und erreichten souverän die 1. Hauptrunde der Champions- bzw. Europa League.
Mit einiger Mühe hatte Gladbach das Hinspiel beim FK Sarajevo mit 3:2 gewonnen. Der Bundesligist erspielte sich damit eine gute Basis für das Rückspiel, doch harmlos agierte das bosnische Team beileibe nicht - der Spannungsbogen für die zweite Partie war gewährleistet. Ein sehenswerter Sololauf von Duljevic durch Gladbachs Abwehrreihen, dem allerdings ein adäquater Abschluss fehlte, hätte leicht die Führung Sarajevos bringen können (19.). Gladbachs Antwort zog den Gästen jedoch den Zahn: Hahn brachte die "Fohlen" mit einem scharfen Flachschuss ins linke Eck mit 1:0 in Führung (20.), der kurz darauf folgende Distanztreffer von Xhaka (24.) schmälerte die Erfolgsaussichten der Bosnier des weiteren. Als Hrgota Johnsons perfektes Zuspiel nach einem Konter nur noch zum 3:0 abtropfen lassen musste, war Sarajevo endgültig aus dem Geschäft (34.). Der Rest war Formsache. Gladbach konterte den Gegner in der zweiten Hälfte nach Belieben aus, ließ noch etliche Tormöglichkeiten liegen, bevor Hrgota (67./82.) und der eingewechselte Hazard (74./90.) das Resultat auf 7:0 hoch schraubten.
Tags zuvor sicherte sich Leverkusen in ähnlicher Manier das Champions League-Ticket gegen den FC Kopenhagen. Die von Roger Schmidt gecoachte Bayer-Elf war ebenfalls mit einem 3:2-Auswärtserfolg in das Duell gegangen, konnte sich aufgrund einiger Abwehrschwächen seiner Sache jedoch nicht sicher sein. Ein Abwehrpatzer der Dänen war es dann aber, der die Vorentscheidung einleitete. Son jagte Jörgensen das Leder ab, Kießling leitete direkt weiter und Son traf aus kurzer Distanz zum 1:0 (2.). Ein abgefälschter Freistoßtreffer Calhanoglus bescherte Leverkusen den Blitzstart (7.), von dem Kopenhagen sich nicht erholte. Ein Foulspiel im Sechzehner an Jedvaj nutzte Kießling per Elfmeter dann, um zum 3:0-Halbzeitstand zu vollstrecken (31.). Bayer sah nun längst keine Notwendigkeit mehr, seine Anstrengungen bis ans Limit auszureizen. Die Gäste konnten mit denen ihn überlassenen Spielanteilen jedoch nicht viel anfangen - ein Lattenschuss von Toutuh (49.) blieb ihre einzige nennenswerte Torchance. In starker Manier stellte Kießling in der 66. Minute schließlich den verdienten 4:0-Endstand her. Von Castro mit einem langen Ball bedient, zog der Stürmer davon und ließ Kopenhagens Keeper Andersen keine Abwehrchance.
Er hat den Spruch überm Bett hängen: ,,Der liebe Gott erhalte mir meine guten Ausreden." Und die kann er alle logisch begründen...
— Dettmar Cramer, Trainer des FC Bayern, über Ulrich Hoeneß.