Jeweils einen Punkt erackert

von Günther Jakobsen19:56 Uhr | 07.04.2013

Hannover konnte sich zwar auf Rang neun verbessern, büßte nach dem torlosen Unentschieden gegen Stuttgart jedoch den direkten Kontakt zu Platz sechs ein. Die spielerische Komponente fiel in dieser Partie weg; man beharkte sich ausgiebig zwischen den Strafräumen.

Der VfB stieg mutig ein. Gegen die auf fünf Positionen umgestellten „Roten“ zeigten sich die Schwaben einsatzfreudig und wirkten eine knappe Viertelstunde lang ausgeschlafener als die Gastgeber. Was fehlte, waren die klaren Torchancen. In dieser Hinsicht hatten allerdings auch die 96er wenig zu bieten. Als Diouf in der 14. Minute im Strafraum der Stuttgarter zum Schuss kam, den Tasci abblockte, war die größte Einschussmöglichkeit der ersten 45 Minuten passé. Hannover, mit Cherundolo, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, schwang sich dann auch zu größerem Engagement auf. Die Spielanteile glichen sich an, das Spielgeschehen jedoch vermochte wenig zu begeistern.

Die Hoffnungen auf eine attraktivere zweite Hälfte wurden enttäuscht. Eine einzige klare Torchance konnte notiert werden, als Okazaki in der 52. Minute am 16er der „Roten“ frei zum Schuss kam. Der überhastet aus der Drehung abgegebene Schuss des Japaners war jedoch zu schwach und genau auf Zieler platziert, der aus dem Stand fangen konnte. Da Silva Pinto donnerte den Ball ans Außennetz (59.) und Ya Konans Distanzversuch aus der 85. Minute hoppelte einen Meter am linken Pfosten des Gästetores vorbei. Das war es an Halbchancen der Gastgeber. Stuttgarts Ansätze wirkten zeitweilig gefährlicher. So musste Hoffmann die Kugel im letzten Moment vor dem einschussbereiten Gentner weghauen (56.) und in zwei Szenen machte Maxim auf sich aufmerksam. In der 77. Minute fegte ein nicht ungefährlicher Freistoß des Rumänen über Hannovers Querbalken und kurz vor dem Schlusspfiff prüfte er Zieler aus spitzem Winkel (90.). Diese Aktionen konnten jedoch nichts daran verändern, dass dieses zähe Remis sich nahezu ausschließlich über verbissenes Ackern zwischen den Strafräumen definierte. Slomkas Einwechslungen von Abdellaoue und Schlaudraff blieben ohne Effekt.

André Schulin



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