Kein Ausreißer

von Günther Jakobsen15:52 Uhr | 16.09.2013

Bereits nach dem 2. Spieltag gab es kein ungerupftes Team mehr. Von den drei Mannschaften, die sich zum Auftakt mit Siegen an der Spitze formierten, mussten sich Leverkusen und Frankfurt mit Unentschieden begnügen, Hoffenheim ging beim Gastspiel in Duisburg leer aus.

„Es war ein verdienter Sieg für Duisburg. Wir hatten einen guten Start ins Spiel und zwei gute Möglichkeiten. Nach dem Gegentor war Duisburg dann aber obenauf, wir haben zu viele Fehler gemacht. Im Umschaltspiel haben wir Lehrgeld bezahlt“, analysierte Hoffenheims Coach Jürgen Ehrmann die 1:4-Niederlage des Aufsteigers. Der FCR, der mit Martens (16.), Neboli (64.), Oster (80.) und Luis (83.) vier verschiedene Torschützen auswies, überflügelte die TSG-Frauen dank des besseren Torverhältnisses in der Tabelle. Im Stadion am Brentanobad reichte Garefrekes’ früher 1:0-Führungstreffer (5.) den Frankfurterinnen nicht zum Sieg. Ioannidou nutzte ausgangs der ersten Halbzeit ihre Elfmeterchance (45.), um den 1:1-Ausgleich für die SGS Essen zu markieren, der bis zum Abpfiff hielt. Keine Tore fielen in der Partie BV Cloppenburg vs. Bayer Leverkusen.

Mit einem knackigen 7:0-Auswärtssieg beim VfL Sindelfingen - Bremer, Andonova und Anonma taten sich jeweils als Doppelpack-Schützinnen hervor - sicherte sich Turbine Potsdam die Tabellenführung. „Wenn Potsdam einen Sahnetag erwischt hätte, hätte das hier auch zweistellig ausgehen können“, gab sich VfL-Übungsleiter Niko Koutroubis noch nicht einmal überrascht wegen der deutlichen Abfuhr. Überraschend war hingegen schon, dass Titelhalter VfL Wolfsburg auch am zweiten Spieltag sieglos blieb. „Wolfsburg ist noch nicht richtig im Tritt, das konnte man merken“, fand Daniel Kraus, der Trainer von FF USV Jena. Hearn hatte Jenas 1:1-Endstand markiert (88.), nachdem Kessler in der ersten Halbzeit für die Gäste traf (40.). Im Grünwalder Stadion setzten sich die Frauen des FC Bayern knapp mit 2:1 gegen die Gäste aus Freiburg durch. „Das war insgesamt eine ordentliche Partie, in der wir dem FC Bayern Paroli geboten haben“, war SCF-Coach Dietmar Sehrig mit der Vorstellung seines Teams, das nach der Halbzeit gut mithielt, trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

André Schulin



Die Philosophie der meisten europäischen Teams ist es, keinen Treffer zu kassieren, sogar in Heimspielen.

— Sir Alex Ferguson