Titelverteidiger FC Bayern schoss das erste Tor der neuen CL-Saison. Gegen die überforderten Gäste aus Moskau kamen die Münchner zu einem nie gefährdeten 3:0-Auftaktsieg in der Gruppenphase.
Der viel zitierte ‚Auftakt nach Maß’: Als Alabas aus beachtlicher Distanz abgesetzter Freistoß im Gästetor einschlug, sah ZSKA-Schlussmann Akinfeev nicht gut aus - und der FC Bayern hatte eine willkommene frühe Führung (3.). Der nachfolgende Spielverlauf ließ allerdings den Schluss zu, dass Guardiolas Team eines solchen Bonus’ gar nicht bedurft hätte. Die Moskauer Gäste hatten dem schnellen Spiel der Münchner nichts entgegen zu setzen und durften sich glücklich schätzen, dass sie zur Pause nur mit 0:2 zurücklagen. Bayerns zweiter Treffer fiel in der 41. Minute, als Mandzukic - in abseitsverdächtiger Position - einen Freistoß Robbens unbedrängt einnickte. Der Kroate hätte zuvor bereits für die Gastgeber erhöhen können, blieb aber in der 7. (Akinfeev parierte), 14. (über den Querbalken) und 37. Minute (Pfostentreffer) ohne Fortune. Auch Rafinha, der in der 20. Minute ans Außennetz schoss, hätte den Leistungsunterschied im Resultat deutlicher herausstellen können. Neuer musste lediglich bei einem letztendlich harmlosen Schussversuch Vitinhos zupacken (34.).
„Die ersten 15 Minuten in der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, dass wir das Spiel kontrollieren und die gegnerischen Angriffe im Griff haben“, berichtete Pep Guardiola anschließend. In der Tat ließ ZSKA nach Wiederbeginn nicht erkennen, wie man sich der bayerischen Dominanz erwehren könnte. Der FCB diktierte das Geschehen weiterhin nach Belieben, holte weitere Chancen heraus und erhöhte folgerichtig den Vorsprung: Robben stand nach Alabas Lupfer zentral im Gästesechzehner völlig frei, um den Ball anzunehmen und in aller Ruhe dem chancenlosen Akinfeev den dritten Gegentreffer einzuschenken (68.). Schweinsteiger, Pizarro und Shaqiri wurden danach in die Partie genommen und durften Spielpraxis sammeln; von einem Härtetest für die drei Eingewechselten brauchte man aber nicht sprechen. Dafür war ZSKA zu harmlos. Diese Erkenntnis teilte auch Moskaus Trainer Leonid Slutski: „Wir haben zu schnell das erste Gegentor bekommen, das hat uns viele Schwierigkeiten gemacht und das Spiel beeinflusst. Wir hatten danach nicht so viele Konterchancen. Wir hatten aber ohnehin wenige Chancen“.
André Schulin
Er muss sich schon mal die Frage stellen, wenn er irgendwo ist, obwohl er erfolgreich ist, dass anschließend eine große Party unter den Spielern gefeiert wird, dass er weg ist.
— Uli Hoeneß über die Methoden von Felix Magath.