Das Führungstrio ging einmal mehr ohne die ganz großen Probleme am Samstagnachmittag voran. Der FC Bayern hielt Schlusslicht Braunschweig auf Distanz, Leverkusen den Vorletzten Nürnberg und Dortmund siegte in Mainz etwas mühevoller 3:1. Acht Tore gab es dagegen beim Remis zwischen Hoffenheim und Werder, während sich die Hertha und Augsburg ohne Treffer trennten.
Ein Doppelpack von Arjen Robben (2. und 30.) entschied früh die Partie zwischen Tabellenführer FC Bayern München und Eintracht Braunschweig. Zuerst versteckten sich die Niedersachsen zu sehr, doch im zweiten Durchgang hatten sie eine Reihe guter Möglichkeiten gegen immer lustlosere Gastgeber, die das 2:0 mit Mühe über die Zeit brachten.
Insgesamt ein noch leichteres Spiel hatte Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Nürnberg, wo Son ebenfalls zweimal traf (36., 76.) und Kießling den dritten Treffer beisteuerte (47.). Auch hier tat Außenseiter Nürnberg lange Zeit viel zu wenig, wurde erst im zweiten Durchgang etwas munterer, ohne allerdings die Werkself großartig zu gefährden.
Eine richtig gute Leistung bot der 1. FSV Mainz 05 daheim gegen Borussia Dortmund dessen Trainer Klopp an alter Wirkungsstätte lange warten musste, ehe der Sieg eingefahren war. Spät ging der BVB durch einen Freistoß von Aubameyang (70.) in Front, hatte zuvor eine ganz schwache erste Halbzeit hingelegt und auch nach dem Seitenwechsel nur schwer ins Spiel gefunden. Dann folgten noch drei Elfer: Choupo-Moting glich aus (74.) sowie zweimal Lewandowski (79. und 94.) trafen vom Punkt. Soto musste sein Handspiel vor dem 1:2-Elfmeter mit der Roten Karte bezahlen.
Ein besonderes Spektakel boten 1899 Hoffenheim und Werder Bremen den Zuschauern in Sinsheim. Die Gastgeber führten bis kurz vor der Halbzeit durch zwei Foulelfmeter, natürlich von Salihovic (12., 18.) sicher verwandelt. Innerhalb einer Minute aber glich Werder durch Hunt (45., Elfer) und Elia (45.) aus. Volland (49.) und Herdling (53.) stellten zwar den alten Abstand frühzeitig wieder her, doch Petersen hielt mit seinem 3:4 (59.) die Spannung bis zum Schluss in dem abwechslungsreichen Spiel, in dem Hoffenheim allerdings weitere gute Möglichkeiten liegen ließ. So mussten die Kraichgauer am Ende nicht zum ersten Mal in dieser Saison den Ausgleich schlucken. Werders Joker Bargfrede erzielte sein erstes Bundesligator ausgerechnet nach langer Verletzungspause zum 4:4-Endstand in der Nachspielzeit.
Das genaue Gegenteil von einem Spektakel erlebten die Besucher beim 0:0 zwischen Hertha BSC und dem FC Augsburg im Berliner Olympiastadion. Während die durchgehend angreifenden Hauptstädter immerhin einige wenige Chancen kreierten, hatte der FCA nicht eine gefährliche Offensivaktion im Programm. Eigentlich überflüssig festzustellen: die Defensivabteilungen überragten.
Wir waren nach vorne hin nicht präsent, das war in der Form nicht geplant.
— rainer Niko Kovac zur ersten Halbzeit von Eintracht Frankfurt beim 1:2 auswärts gegen RB Leipzig.