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Keine überzeugenden Verfolger

von Günther Jakobsen15:16 Uhr | 14.10.2012

Hinter den Deutschen, die in Gruppe C bereits ein Spiel mehr absolvierten, reihte sich Schweden mit seinen sechs Zählern als Gruppenzweiter ein. Mehr als einen knappen Arbeitssieg konnten die Skandinavier bei den Färingern allerdings nicht anbieten - das war indes mehr, als Österreich in Kasachstan zustande brachte.

Die DFB-Auswahl (9 Punkte) wurde ihrer Favoritenrolle in der Gruppe C vollauf gerecht. Nachdem Reus` Doppelpack gegen Irland (3 Punkte) einen sicheren Vorsprung geschaffen hatte, kam die höhere spielerische Klasse der Deutschen zum Ausdruck. Den Iren hingegen, die sich zuvor neben Schweden und Österreich als Bewerber für den zweiten Platz in der Gruppe sahen, empfanden die 1:6-Schlappe, die höchste Pflichtspielheimniederlage ihrer Geschichte, wie einen Tritt vors Schienbein. Zwar fehlten ihnen mit Keane, Doyle, Whelan, Dunne und St. Ledger wichtige Akteure, dennoch musste die sich im Spielverlauf immens steigernde Hilflosigkeit zu denken geben. Eigentlich konnte Trapattoni, der in den Medien hart kritisiert wurde, Hoffungsschimmer lediglich in der Schwäche der Konkurrenten sehen.

Die Schweden (6 Punkte) kamen zwar zum erwarteten Pflichtsieg bei den Färingern, blieben von einer überzeugenden Vorstellung jedoch ein gutes Stück entfernt. Die Insulaner, in den ersten 45 Minuten gut im Spiel gehalten durch ihren Keeper Gunnar Nielsen, gingen durch Baldvinsson sogar in Führung (57.). Von den Skandinaviern ging Torgefahr nahezu aussschließlich von Ibrahimovic aus, der mit einer Torvorlage (65., Kacaniklic vollstreckte) und einem eigenen Treffer (75.) den mühevollen 2:1-Sieg doch noch sicherstellte. Österreich (1 Punkt) war im Gastspiel in Kasachstan kein Erfolg beschieden. Marcel Kollers Team lieferte auf dem Kunstrasen in Astana eine Partie ab, die deutlich hinter ihrer knappen Niederlage gegen die Deutschen zurückfiel. Ein knapper Sieg war aufgund der Chancenmehrheit für Österreich durchaus möglich - Arnautovic, Harnik und Junuzovic fehlte bei den Versuchen jedoch der letzte Rest Präzision, oder Keeper Andrey Sidelnikov stand im Weg. „Die Spieler sind auch nur Menschen und können einmal einen schlechten Tag haben“, bedauerte Koller den Punktverlust, denn mehr als ein 0:0-Remis hatte man schon erwartet.



Wir werden nur noch Einzelgespräche führen, damit sich keiner verletzt.

— Frank Pagelsdorf