Juventus konnte sich im Viertelfinalhinspiel knapp gegen Monaco durchsetzen, während das Madrider Stadtduell vollkommen offen blieb. Real scheiterte in seiner starken ersten Halbzeit an Atleticos Schlussmann. Die Gastgeber dominierten die Schlussphase der zerfahrenen zweiten 45 Minuten, brachten das Leder aber ebenfalls nicht im gegnerischen Kasten unter.
Viel böses Blut - Höhepunkt: Mandzukics Cut nach einem Zusammenstoß mit Ramos - aber kein Sieger: Das spanische Duell zwischen Atletico und Real Madrid endete im Estadio Vicente Calderon torlos unentschieden. Die größte Chance des Spiels vergab Bale in der Anfangsphase, als er aus kurzer Distanz den Ball nicht an Atleticos Keeper Oblak vorbei brachte (4.). Von den Gästen ging in der spielerisch ansprechenden ersten Halbzeit mehr Torgefahr aus; Atletico konnte erst ausgangs des Spiels effektiven Druck aufbauen, ohne jedoch den erhofften Siegtreffer zu landen. "Es ist kein besonders gutes Ergebnis, aber wir sind zuversichtlich. Atletico ist defensiv eine der besten Mannschaften der Welt, deswegen hatten wir heute auch Probleme mit dem Tore schießen", äußerte sich Carlo Ancelotti verhalten positiv vor dem Rückspiel. "Wir müssen dann so spielen wie heute in der zweiten Hälfte", forderte sein Pendant Diego Simeone aggressives Pressing von Beginn an.
Im anderen Viertelfinale, zwischen Juventus Turin und AS Monaco, gab es einen Sieger: Die Hausherren gewannen mit 1:0 durch einen von Vidal verwandelten Foulelfmeter (57.). Insgesamt konnte Juve eine gewisse Überlegenheit und die klareren Tormöglichkeiten herausspielen (Tevez und Vidal vergaben noch zwei Hochkaräter). Monaco ließ seine Gefährlichkeit aber ebenfalls aufblitzen und nötigte Juve-Schlussmann Buffon einige Rettungsaktionen ab. AS-Trainer Leonardo Jardim gab sich auch deshalb kämpferisch: "Wir werden im Heimspiel ein anderes Gesicht zeigen und uns noch durchsetzen." Juve-Coach Massimiliano Allegri warnte davor, den knappen Sieg als ausreichende Basis zu werten: "Für uns ist es ein gutes Resultat, aber ein 1:0 reicht nicht. Manchmal wurde es für uns gefährlich und es gibt in der Defensive einige Aspekte, die wir verbessern müssen."
Ich war auch nicht so unverzichtbar wie Lothar Matthäus.
— Pierre Littbarski über das EM-Halbfinale 1988