Dortmund, Leverkusen und Mönchengladbach hatten in den drei letzten Partien des vierten Spieltags die Chance, an die Spitze zu springen. Alle drei scheiterten jedoch - und Paderborn durfte sich den Tabellenstand endgültig rahmen lassen.
Nicht allein die sensationelle Führung des Aufsteigers fiel ins Auge, auch der zweite Platz der Mainzer, gefolgt von Hoffenheim, stellt eine interessante Momentaufnahme dar. Der FSV profitierte gegen den BVB sicherlich von der stattlichen Ausfallliste der Gäste, die nach dem Spiel um die Personalie Mkhitaryan (Fußverletztung) verlängert wurde. In der Partie glänzten die "Schwarzgelben" zudem auch nicht gerade mit Effizienz, was im von Immobile vergebenen Elfer gipfelte. "Es kam alles zusammen, deshalb sind wir der verdiente Verlierer", fasste Jürgen Klopp zusammen. Kasper Hjulmand zollte seiner Defensive ein Sonderlob: "Ich glaube, dass wir es in der Verteidigung sehr gut gemacht haben." Der Treffer zur 1:0-Führung, abgeschlossen von Okazaki, unterstrich allerdings auch die Offensivqualitäten der 05er.
Leverkusens Handicap, beim VfL Wolfsburg ab der 8. Spielminute in Unterzahl spielen zu müssen, erwies sich als zu gravierend. Donatis Foul an Malanda wurde zudem mit einem Strafstoß geahndet, den Rodriguez verwandelte. Eine zeitlang konnte die Werkself paroli bieten und durch Drmic ausgleichen (29.), der VfL war jedoch ausgekocht genug, sein Überzahlspiel letztendlich zu einem klaren 4:1-Erfolg zu nutzen. "Mit elf gegen zehn zu spielen, muss nicht immer einfach sein", dozierte Dieter Hecking anschließend, war mit der Umsetzung nach der Halbzeit jedoch zufrieden. Sowohl Peter Stöger ("Nach dem Spielverlauf ist das Unentschieden so in Ordnung ..." ) als auch Lucien Favre ("Kann mit dem Punkt leben ...") unterschrieben die torlose Punkteteilung der rheinischen Rivalen 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Aufsteiger Köln blieb als einziger Erstligist noch ohne Gegentreffer und verbesserte sich auf Rang acht; Gladbach rutschte einen Platz runter und setzte sich tabellarisch direkt vor die "Geißböcke."
Ich mache kein böses Gesicht, sondern ein enttäuschtes.
— Weltmeister Fritz Walter nach einem BL-Aufstiegsspiel mit dem SV Alsenborn.