Klarer als erwartet

von Günther Jakobsen13:01 Uhr | 27.08.2015

Mit einer überzeugenden Vorstellung sicherte sich Leverkusen die CL-Teilnahme. Calhanoglu, Mehmedi und Bellarabi trafen beim 3:0-Sieg gegen Lazio Rom, der die 0:1-Hinspielniederlage ausstach.

Das erwartet knifflige Spiel mit Gefahrenmomenten vor beiden Toren offenbarte sich nur in der ersten Halbzeit. Anderson (4.) und Keita (28. und 30.) zwangen Leno zum Eingreifen; in den zweiten 45 Minuten konnte Lazio Rom den Leverkusener Schlussmann nicht mehr fordern. Bayer hatte aber auch schon vor dem Pausenpfiff mehr von der Partie. Calhanoglu setzte einige gefährliche Distanzschüsse ab und Kießlings Kopfball landete in der 25. Minute nur rechts am Lattenkreuz. Der verdiente 1:0-Führungstreffer fiel in der 39. Minute, als der unermüdlich kämpfende Kießling Lazios Abwehrspieler de Vrij den Ball halbrechts im Sechzehner vor der Nase wegschnappte. Kießling passte ins Zentrum, wo das Spielgerät drei Mal (!) abgefälscht wurde, bevor es Calhanoglu vor die Füße fiel, der entschlossen aus elf Metern abzog.

Eine Fehlberechnung Mauricios, der sich bei Bellarabis Zuspiel auf Mehmedi verschätzte und den Ball passieren ließ, ermöglichte dem Schweizer Neuzugang die Chance auf 2:0 zu erhöhen, die der halbrechts frei vor Lazio-Keeper Berisha auftauchende Stürmer nutzte (48.). Bayers Motor lief nun hoch: Lazio fand überhaupt keinen Ansatz mehr, sich torgefährlich zu positionieren. Schon im Mittelfeld fing Leverkusen den Gegner ab, der ab der 68. Minute in Unterzahl spielte (Gelb-Rot für Mauricio). Die Möglichkeit, durch einen Lucky punch der Gäste doch noch abgefangen zu werden, erledigte sich kurz vor dem offiziellen Spielende: Brandt legte bei einem Konter für Bellarabi auf, der den 3:0-Schlusspunkt setzte (88.).



Erfolg tut nur der haben, der hart arbeiten tut.

— Klaus Toppmöller