Köln wieder auswärtsstark

von Günther Jakobsen13:20 Uhr | 17.08.2015

Dortmund dominierte und gewann das Borussen-Duell mit Gladbach deutlich, Wolfsburg hatte Mühe mit den gut stehenden Frankfurtern und der VfB Stuttgart wurde im Spiel gegen Köln für seine Abschlussschwäche bestraft.

"Das Tempo war zu hoch für uns", gestand Lucien Favre ein. In einer überraschend einseitigen Partie bekam Gladbach beim Gastspiel in Dortmund überhaupt kein Bein auf die Erde und lag bereits zur Pause mit 0:3 hinten. Reus (15.), Aubameyang (21.) und Mkhitaryan (33.) belohnten den dominanten Auftritt der Schwarzgelben in einer auch in dieser Höhe angemessenen Weise; es hätte sogar noch deutlicher ausfallen können. Auf Zuspiel von Reus stellte Mkhitaryan in der 50. Minute den 4:0-Endstand her. Danach schaltete Dortmund einen Gang herunter. "Damit war nicht zu rechnen", war selbst Thomas Tuchel verblüfft. "Wir wissen, wie schwer es ist, gegen Gladbach Tore zu schießen."

Schwerer als erwartet tat sich Vizemeister VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt. Die frühe "Wölfe"-Führung - Perisic traf per Kopf nach Kruses Flanke (13.) und Dost verwertete einen Querschläger aus kurzer Distanz zum 2:0 (17.) - hatte sich bis dahin nicht abgezeichnet. Eintracht-Neuzugang Reinartz konnte verdientermaßen kurzfristig zum 1:2-Anschluss einköpfen (19.) und die Partie wieder öffnen. Mehr sollte den Hessen, die nicht viele Chancen der Gastgeber zuließen, jedoch nicht gelingen. Wolfsburg verlegte sich in der zweiten Halbzeit schwerpunktmäßig auf das Halten des Vorsprungs. "Man darf nicht erwarten, dass wir gleich wieder auf dem Top-Niveau vom letzten Jahr sind", kommentierte VfL-Abwehrchef Naldo den glanzlosen Erfolg.
Stuttgart fing sich zum Auftakt eine bittere 1:3-Heimschlappe gegen den 1. FC Köln ein, die den Spielverlauf nicht wirklich wiedergab. Köln begann forsch und konnte auch einen der drei Aluminiumschüsse innerhalb der ersten zwölf Minuten für sich reklamieren. Weitestgehend hatte jedoch der VfB, vor allem anfangs der zweiten 45 Minuten, den gegnerischen Kasten im Visier. Am Abschluss allerdings haperte es. Binnen zwei Minuten stellte der FC dann die Weichen: Modeste verwandelte einen Foulelfmeter (75.) und Zoller veredelte ein Zuspiel von Vogt zum 2:0 (77.). Stuttgarts schneller Anschluss (79., Didavi per Foulelfmeter) ließ die Gastgeber nochmals hoffen. In der Nachspielzeit baute jedoch ein durch Osako abgeschlossener Konter die Führung der "Geißböcke", die im letzten Spieljahr das fünftbeste Auswärtsteam waren, noch auf 3:1 aus.



Ich war gestern bei Dede auf dem Geburtstag. Der ist gerade 14 geworden.

— Udo Lattek