Kölner Sieg in Mainz

von Günther Jakobsen12:59 Uhr | 25.09.2013

In den Spielen des Dienstags war Zweitligist 1. FC Köln der einzige unterklassige Verein, der sich im Duell durchsetzte. Der BVB musste in München in die Verlängerung, auch Hoffenheim benötigte gegen Cottbus eine Extraschicht.

Viertligist SC Wiedenbrück konnte eine gute Stunde lang darauf hoffen, die nächste Runde zu erreichen. Sumelka hatte im Gästesechzehner zum 1:0 abgestaubt (40.) und damit die überraschende Führung gegen den feldüberlegenen Zweitligisten SV Sandhausen hergestellt. Dessen Coach Alois Schwartz reagierte auf die unfriedigende Situation mit einem Doppelwechsel, brachte mit Blum und Löning zwei frische Offensivkräfte (56.). „Plötzlich sind wir anders aufgetreten …“, merkte Schwartz an. Die Neuen trafen zwar nicht persönlich, doch der SVS agierte bissiger und riss die Partie binnen fünf Minuten herum: Jovanovic (62./67.) und Ulm (65.) stellten den 3:1-Endstand zugunsten der Gäste her. In Münster war die Vorentscheidung zugunsten der Gastmannschaft aus Augsburg früher gefallen. Die Preußen konnten dem Erstligisten nur in den Anfangsminuten Paroli bieten, dann übernahm Markus Weinzierls Team die Kontrolle und sicherte sich nach Treffern des stark aufspielenden Werner (45./57.) und Mölders (59.) einen weitgehend ungefährdeten 3:0-Sieg.

Borussia Dortmund hatte erhebliche Mühe, sich vor großer Kulisse (71.000) bei den Münchner „Löwen“ mit 2:0 durchzusetzen. Man musste in die Verlängerung. Mehrfach stand den dominanten „Schwarzgelben“ das Schusspech in Form von Gebälktreffern im Weg oder Kiraly parierte. Zudem setzten die Gastgeber auch gelegentlich gefährliche Nadelstiche. Erst eine Strafstoßchance - Stahl foulte Reus, Aubameyang verwandelte den Elfer (105.) - brach den Bann. Mkhitaryans Soloeinlage zum 2:0 machte den Deckel endgültig drauf (107.). Wolfsburg brachte vor eigenem Publikum gegen den Zweitligisten VfR Aalen ebenfalls einen 2:0-Erfolg zustande. Ein abgefälschter Schuss Diegos (45.) sowie ein wuchtiger Kopfballtreffer von Klose (82.) bescherten den „Wölfen“ den Sprung in die nächste Runde, eine schwere Knieverletzung Vieirinhas trübte den Erfolg. Schließlich sicherte sich auch Leverkusen am Dienstagabend noch mittels eines 2:0-Sieges - auswärts bei Arminia Bielefeld - den Verbleib im Wettbewerb. Son (62.) und Sam (89.) markierten die Treffer der Gäste; Bielefeld, kämpferisch ansprechend, fehlten die Möglichkeiten in der Offensive.

Energie Cottbus trotzte auswärts 1899 Hoffenheim eine Verlängerung ab - um dann noch deutlich mit 0:3 zu scheitern. Süle (95.), Firmino (103.) und Schipplock (117.) trafen. „Am Ende ist das 3:0 zu hoch …“, fand Energie-Coach Rudi Bommer, gleichwohl war ein Sieg der Kraichgauer verdient. Dem 1. FC Köln genügte ein einziger Treffer, vom Ex-Mainzer Risse (53.), um bei den 05ern verdient als Sieger vom Platz zu gehen. Die „Geißböcke“ konnten in den zweiten 45 Minuten noch zulegen und überstanden auch die dramatische Schlussphase, als es vor beiden Toren hoch herging. Zweitliga-Spitzenreiter Greuther Fürth wachte im Gastspiel beim Hamburger SV zu spät auf, um das Heft noch herumzureißen. Die überlegenen Hanseaten, letztmals von Interimstrainer Rodolfo Cardoso betreut, gewannen nicht unverdient durch Lasoggas Treffer aus der 64. Minute. „Am Ende ist das Spiel nochmal dramatisch geworden, so wie ich den Pokal kenne. Wir sind glücklich, dass der Verein eine Runde weiter ist und das ist das was zählt“, fasste der Argentinier zusammen.

André Schulin



Die Gegner hatten Angst vor uns.

— Thomas Miller über die Rückkehr von 1860 München in die Bundesliga, 1994/95.