Lasogga-Hattrick in Halbzeit zwei

von Günther Jakobsen19:42 Uhr | 06.10.2013

Bert van Marwijk konnte mit dem Hamburger SV einen großen Erfolg feiern, derweil dem Club auch am achten Spieltag nicht der ersehnte erste Dreier glückte. Lasogga war Hamburgs Matchwinner.

"Ein 5:0 gibt es sicher nicht jede Woche in der Bundesliga", dozierte Bert van Marwijk. "In der ersten Halbzeit haben wir noch zu oft den Ball verloren ...", fand der HSV-Coach, was allerdings in noch höherem Maße auf die fränkischen Gastgeber zutraf, die lediglich in der ersten Viertelstunde zu gefallen wussten. Van der Vaarts Volleytreffer zum 1:0 (17.) veränderte dann den Spielstand, und peu à peu den Spielverlauf. Der Club mühte sich um einen schnellen Ausgleich, blieb klare Chancen jedoch schuldig. Hamburg stand hinten gut und verunsicherte die Franken mit einigen gefährlichen Gegenstößen - die knappe Halbzeitführung der Gäste ging absolut in Ordnung. "Das 0:1 hat uns aus dem Rhythmus gebracht. Der HSV hat uns mit seinem taktischen Verhalten den Zahn gezogen", meinte Michael Wiesinger.

Nürnbergs kurzes Aufflackern nach dem Seitenwechsel verpuffte schnell. Der HSV hingegen gab ein ernst zunehmendes Warnsignal ab, als Jansen nach einem Eckstoß nur knapp über den Querbalken köpfte (52.). Dann nahte der große Auftritt des Pierre-Michel Lasogga. Von Van der Vaart in Szene gesetzt, schloss der Stürmer in der 59. Minute einen Konter zum 2:0 ab. Das gleiche Duo war für den dritten Gästetreffer zuständig, als ein Eckball des Niederländers in der 63. Minute vor Lasoggas Füßen landete: Vollstreckung reine Formsache. Dann halfen auch die Gegner mit. Nach einem Fehlpass Nilssons zog der Stürmer aus knapp 25 Metern ab, vom rechten Innenpfosten knallte das Spielgerät ins Netz (67.). Damit war Lasoggas Arbeit getan, Nürnbergs Leidenszeit aber noch nicht vorbei. Ein Befreiungsschlag Schäfers landete genau bei Arslan, dessen 40-Meter-Heber sich zum 5:0-Endstand für den HSV ins Nürnberger Tor senkte (74.). "Das ist eine brutale Niederlage", konstatierte Wiesinger. Der Club und der HSV tauschten die Plätze.

André Schulin



Wären wir Zweiter geworden, dann gäbe es im nächsten Jahr nur noch eine einzige Steigerung.

— Kölns Trainer-Newcomer Christoph Daum nach seiner Premieren-Saison 1987/88 und Rang drei.