Les Bleues düpierten Mexiko

von Günther Jakobsen16:22 Uhr | 18.06.2015

Spanien lieferte Südkorea einen harten Kampf um Platz zwei in der Gruppe E, war jedoch nicht abschlussstark genug. Sieger dieser Gruppe wurde Brasilien. Frankreich hatte gegen Mexiko (Gruppe F) überhaupt keine Probleme und zog mit England und Kolumbien ins Achtelfinale ein.

Frankreich hatte in den beiden ersten Spielen enttäuscht (Gruppe F) und Trainer Philippe Bergeroo reagierte: Vier Veränderungen installierte er im abschließenden Match gegen Mexiko, u.a. musste Mittelfeldstar Necib auf der Bank Platz nehmen. "Wir wollten von Beginn an mit hohem Druck spielen und diese Taktik ist voll aufgegangen", konnte Bergeroo feststellen. Delie traf bereits nach 34 Sekunden aus Nahdistanz zum 1:0, Mexikos Abwehrspielerin Ruiz drückte den Ball ins eigene Tor (9.) und die erneut überzeugende Eugenie Le Sommer schraubte per Doppelpack (13./36.) die französische Führung zu einem 4:0-Halbzeitstand. Ein Distanzkracher von Henry schloss die einseitige Angelegenheit zum 5:0 ab (80.). Vor England (6 Punkte), dass sich aufgrund seiner höheren Effektivität mit 2:1 gegen Kolumbien (4) behauptete, gewannen die Französinnen (6) schließlich die Gruppe; Kolumbien erreichte ebenfalls das Achtelfinale.

Aus der Gruppe E kamen nur die beiden ersten in die K.o.-Runde. Gruppensieger Brasilien (9 Punkte) konnte es sich leisten, gegen Costa Rica (2) einige Stammkräfte zu schonen. Fernandez stellte spät den 1:0-Siegtreffer her (83.). Hart umkämpft war das Spiel um Platz zwei, in dem Spanien (1) sich zunächst einen Vorteil verschaffte: Nach Correderas Rückpass schoss Boquete aus acht Metern flach die 1:0-Führung heraus (29.). Eine absolut verdiente Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Koreanerinnen einen Gang höher. Cho Sohyun per Kopfball (53.) und S. Kim mit einer Bogenlampe (78.) drehten die Partie. Spanien versuchte alles, hatte aber in der Schlussphase auch noch Pech mit einem Lattenschuss und musste Südkorea (4) den Weg in die nächste Runde freigeben. "Wir wären gern eine Runde weitergekommen, aber wir sind stärker als je zuvor und das Team profitiert von dieser Erfahrung", tröstete sich Spaniens Coach Ignacio Quereda damit, näher an die internationale Klasse herangerückt zu sein.



Das ist wie Phönix aus der Asche aus dem Hut gezaubert.

— Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld über die Berufung von Jürgen Klinsmann zum Bundestrainer.