Mit einem ungefährdeten 3:0 gegen den HSV ließ sich Bayer Leverkusen nicht mehr vom ersten Verfolgerplatz der Bayern verdrängen. Dahinter setzte sich zumindest für einen Tag die Frankfurter Eintracht, die 2:0 in Wolfsburg gewann, während Stuttgart in Mainz beim 1:3 den Anschluss an die CL-Plätze erst einmal abreißen lassen musste. Im Tabellenkeller trennten sich Fürth und Augsburg 1:1, während Düsseldorf Hannover mit 2:1 niederrang. Im Abendspiel glänzte Freiburg mit einem 3:1 bei Schalke 04 und sprang auf den 5. Rang.
Bereits nach 36 Minuten hatten Kießling (26.) und Schürrle Bayer Leverkusen mit 2:0 gegen den Hamburger SV sicher in Führung geschossen und das Spiel zudem absolut beherrscht. Ex-Bayer Keeper Adler erhielt auch beim 0:3 von Kießling keine Abwehrchance, da Westermann vorher gepatzt hatte (66.). Damit war die Partie endgültig entschieden, die Werkself "Herbst-Vize-Meister".
Die Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt war im Prinzip nach nicht einmal 20 Minuten entschieden. Meier hatte die Hessen nach zwölf Uhrzeigerumdrehungen nach vorne geköpft, dann flog Josue von den Wölfen nach rüdem Foul vom Platz (16.) und Inui traf kurz darauf zum 2:0 für die Gäste. Wolfsburg kämpfte zu zehnt tapfer weiter, doch die Eintracht ließ sich den Dreier nicht mehr nehmen.
Im Duell zwischen zwei weiteren Verfolgern der Spitzenteams setzte sich der 1. FSV Mainz 05 am Ende recht deutlich mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart durch. Bei den Rheinhessen konnten sich zweimal Nicolai Müller zum 1:1 (55.) und 2:1 (71.) sowie Soto durchsetzen, der in der Nachspielzeit aus spitzem Winkel traf. Die Gäste waren durch Harnik (48.) in Front gegangen, hatten aber am Ende wesentlich weniger als die Hausherren investiert.
Die beiden Kellerkinder SpVgg Greuther Fürth und FC Augsburg trennten sich in einer hektischen Partie am Ende 1:1 und kamen somit nicht von der Stelle. Im ersten Durchgang gingen die anfangs stärkeren Gäste durch Mölders nach neun Minuten in Führung, während Fürth erst nach dem Seitenwechsel gefährlicher wurde. Sobiech gelang ebenfalls per Kopfball der Ausgleich (69.), doch mehr sprang nicht heraus. Die Hausherren blieben somit in der Hinrunde ohne Heim-, die Gäste ohne Auswärtserfolg.
Eine ganz schwache erste Halbzeit sahen die Zuschauer beim Aufeinandertreffen zwischen Fortuna Düsseldorf und Hannover 96. Einziger Höhepunkt vor der Pause war das Kopfballtor zum 1:0 durch Schahin (39.). Nach der Pause wurde 96 munterer, kam durch einen gekonnten Treffer von Diouf zum Ausgleich (69.), doch Ilsö traf in der 83. Minute mit einem direkten Freistoß in den rechten Giebel zum Sieg für die glücklichen Fortunen.
Mensch Willi, Du siehst ja aus, als sei 'ne Hungersnot ausgebrochen!" - "Und Du siehst so aus, als seist Du schuld daran.
— Reiner Calmund und Willi Lemke