Linksverteidiger auf Torjagd

von Günther Jakobsen12:32 Uhr | 24.06.2013

Eine Überraschung blieb aus. Nigerias „Super Eagles“ konnten sich nicht gegen Spanien durchsetzen, unterlagen mit 0:3 und mussten nach diesem letzten Gruppenspiel die Koffer packen. Uruguay triumphierte parallel erwartungsgemäß über Tahiti und besetzte Platz zwei hinter Spanien.

Jordi Albas Slalomlauf zum 1:0-Führungstreffer, bei dem der offensivfreudige Außenverteidiger den Ball zwischen fünf nigerianischen Akteuren balancierte, etwas Glück mit einem „Bandenkontakt“ hatte und schließlich auch noch Enyeama im Tor der Afrikaner keine Chance ließ (3.), spiegelte die Überlegenheit der Iberer in der Anfangsphase adäquat wider. Iniesta (2.), Xavi (9.) und Fabregas (10.) nahmen zudem den Kasten des Gegners ins Visier, bevor Nigeria sich eigene Chancen erspielen konnte. Akpala und Mikel drangen mit ihren Schussversuchen allerdings nicht durch (11.), derweil Mba Spaniens Keeper Valdes in der 20. Minute eine gute Parade abrang. Auf der Gegenseite scheiterte Soldado zweimal an Enyeama (27./31.). Wie schon gegen Uruguay fehlte Nigeria, das auf den trickreichen, aber angeschlagenen Oduamadi verzichten musste, auch gegen die Iberer im Abschluss das entscheidende Quantum Abgezocktheit, oder auch Glück. Das stand den Afrikanern jedoch in der 39. Minute zur Seite, als Fabregas aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf.

Der Weltmeister war auch in der zweiten Hälfte das bestimmende Team. Mit dem zweiten Treffer, den der kurz zuvor für Soldado eingewechselte Torres markierte, zerschlug sich die letzte Hoffnung der Nigerianer, per „Lucky punch“ den Spielverlauf noch wenden zu können. Torres setzte das Spielgerät mit einem wuchtigen Flugkopfball in die Maschen, nachdem Pedro von links ins Zentrum geflankte hatte (62.). Eine hervorragende Möglichkeit, zumindest den Anschluss herzustellen, verpatzte Gambo, der freistehend das Leder nicht an Valdes vorbei brachte (74.). Somit schaukelte Spanien den Vorsprung souverän über die Zeit und setzte in der 88. Minute mit dem 3:0-Treffer Albas den Schlusspunkt. Der Torschütze des Führungstreffers startete blitzschnell durch, als Villa einen Freistoß tief in Spaniens Hälfte ausführte. Die Nigerianer waren komplett aufgerückt, so dass Alba ab der Mittellinie frei auf Enyeama zulaufen konnte und den Keeper umspielte.

André Schulin



Junge, hör endlich auf mit der Scheiße!

— Bayern-Bomber Gerd Müller zum Neuankömmling Karl-Heinz Rummenigge, der seine Mitspieler siezte.