DFB-Team

Löw schlägt Alarm: "Sind nicht mehr tödlich"

von Jean-Pascal Ostermeier | sid17:38 Uhr | 10.10.2015

Leipzig (SID) - Bundestrainer Joachim Löw hat angesichts der mangelnden Effizienz der deutschen Fußball-Weltmeister beim Torabschluss Alarm geschlagen. "Wir sind im Moment nicht so tödlich für den Gegner, wie wir das schon waren", sagte Löw vor dem abschließenden EM-Qualifikationsspiel am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Leipzig gegen Georgien: "Die Spieler müssen begreifen, dass eine Chance vielleicht die allerletzte im Spiel ist."

Bisweilen habe er wie beim blamablen 0:1 in Irland am vergangenen Donnerstag das Gefühl, dass seine Spieler nach verpassten Gelegenheiten denken: "Es werden ja noch weitere kommen." Dieses Problem ziehe sich "wie ein roter Faden durch die Qualifikation", fügte Löw an und rechnete vor, dass die DFB-Elf sechs Großchancen benötige, um ein Tor zu erzielen. "Die Effizienz ist nicht die wie bei der WM", monierte er.

An der Spielweise habe er jedoch "keinen Zweifel, das ist der absolut richtige Weg, da gibt es keine grundlegenden Veränderungen". Einer Umstellung auf ein System mit einem "echten" Mittelstürmer erteilte Löw eine klare Absage. "Wenn wir jetzt mit hohen Bällen beginnen, machen wir einen Fehler, dann haben wir keine Chance. Es ist viel besser, man spielt flach. Mit der Brechstange kommt man heute nicht mehr zum Erfolg", sagte er, und betonte: "Die Spieler bei uns müssen Qualität im Kombinationsspiel haben. Von diesem Weg gibt es kein Abkommen."



,,Das ist für mich die Abteilung Sandkasten, fünftes bis siebtes Lebensjahr!" - ,,Das hat der Trainer Ribbeck mir in Kaiserslautern vorgemacht!"

— Legendärer Dialog mit Erich Ribbeck, Trainer FC Bayern, und seinem ehemaligen Spieler, Klaus Toppmöller, Coach von Eintracht Frankfurt, nach dem Spitzenspiel 1993 (2:2). Toppmöller hatte geblufft und unter anderem Jay-Jay Okocha nicht von Anfang an aufgestellt.