Nach einer turbulenten ersten Halbzeit mit zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, einer schweren Verletzung, einem schönen Tor und einer Roten Karte, bot die Begegnung zwischen Augsburg und Mainz den Zuschauern auch in der zweiten Halbzeit einiges. Dem FCA gelang der Ausgleich und danach drückten die Gastgeber auf das Führungstor, das aber nicht mehr fallen sollte.
Bei schönstem Winterwetter trafen im ersten Sonntagsspiel der FC Augsburg und Mainz 05 aufeinander. Während der Rest der Karnevalsstadt dem Narrentreiben nachging, wollte sich die Elf von Trainer Tuchel beim stark in die Rückrunde gestarteten Aufsteiger drei Punkte und Platz fünf holen. Von Beginn an entwickelte sich eine flotte Partie, in der sich vor allem die Augsburger um Spielkontrolle bemühten. Gefährlich wurde es erstmals nach sieben Minuten, als FCA-Verteidiger Callsen-Bracker seinen Torhüter mit einem abgefälschten Ball prüfte. Erst nach zwanzig Minuten begannen auch die 05er gefährlich vor des Gegners Tor aufzutauchen und es dauerte nicht lange, bis der Ball auch wirklich im Netz zappelte. Parker schob nach schönem Zuspiel freistehend ein, doch Schiedsrichter Stieler verließ sich auf seinen Assistenten und gab den Treffer wegen einer Abseitsstellung fälschlicherweise nicht (20.). Der FCA agierte nun nicht mehr so frech wie noch zu Beginn, was auch durch erstarkte Mainzer bedingt war, hatte aber nach einer knappen halben Stunde ebenfalls Kritik am Unparteiischen zu äußern: Junior Diaz riss im Strafraum Ji um, doch der Schiedsrichter sah keinen Grund, auf Strafstoß zu entscheiden (29.). Mainz nahm nun zwar mehr am Spiel teil, fand aber kein Mittel, erfolgreich nach vorne zu spielen. Die beste Möglichkeit bot sich durch einen Freistoß, den die 05er in einer einstudierten Variante ausführten, die allerdings kläglich misslang (36.). Augsburg versuchte, über die Flügel zum Erfolg zu kommen, die Flanken von Philp waren allerdings nicht präzise genug. Im Zuge einer turbulenten Schlussphase war der Arbeitstag des jungen Abwehrspielers früh beendet. Junior Diaz grätschte Philp so unglücklich um, dass der mit einer schweren Knieverletzung zum Doc getragen werden musste (39.). Diaz stand auch im Mittelpunkt der nächsten Szene, nun aber im positiven Sinne: Von links brachte er den Ball in den Augsburger Strafraum, dort sprang Ivanschitz noch vorbei, aber der allein gelassene Szalai stand richtig und traf zur Mainzer Führung (43.). Auch damit war der Aufregung noch nicht genug, so sah Parker praktisch mit dem Abpfiff glatt Rot, als er den gerade für Philp eingewechselten Parkhurst mit dem Fuß im Gesicht traf (45.).
Junior Diaz hatte sich beim Augsburger Publikum nicht sonderlich beliebt gemacht und so war es wenig verwunderlich, dass Tuchel ihn zur zweiten Halbzeit durch Zabavnik ersetzte. Augsburg warf nun alles nach vorne und hatte durch Mölders eine erste gute Kopfballchance (53.). Vier Minuten später konnte der Stürmer den Ball nach einer Flanke von de Jong besser drücken und er ließ Keeper Wetklo keine Chance. Mit dem Ausgleich und der Überzahl im Rücken nahmen die Augsburger ihre Gäste nun unter Dauerbeschuss. Mainz verteidigte nun nur noch das Unentschieden, Entlastungsangriffe fanden äußerst selten statt. Augsburg schaffte es allerdings nicht, den Führungstreffer zu erzielen und so blieb Mainz weiter im Spiel. In der Schlussphase des Spiels drängte der FCA weiter, Mainz verlegte sich aufs Kontern und die Partie blieb bis zum Ende spannend. Tore fielen aber nicht mehr und so blieb Augsburg weiter im Abstiegssumpf stecken, während Mainz vom fünften auf den sechsten Rang abrutschte.
Lisa Ramdor
Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger in der Abwehr, Bruce Willis im Mittelfeld und Jean Claude van Damme im Sturm.
— Rainer Bonhof auf die Frage, wie er die verletzten Spieler zu ersetzen gedenke