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Messi- und Shaqiri-Galas

von Günther Jakobsen17:03 Uhr | 26.06.2014

Für die bereits qualifizierten Argentinier lief Messi zum Abschluss der Gruppe F gegen Nigeria nochmals in Hochform auf, doch auch die Afrikaner kamen weiter, weil die bereits ausgeschiedenen Bosnier den Iran sicher bezwangen. In der Gruppe E traf Shaqiri gleich dreimal für die Schweiz gegen Honduras und sicherte das Achtelfinale, wogegen Ecuador nach der Nullnummer gegen Spitzenreiter Frankreich die Heimreise antreten darf.

Zu Beginn beider Durchgänge fielen vier der fünf Treffer in der Partie Argentinien gegen Nigeria. Messi hatte den Ball erstmals nach drei Spielminuten ins Netz der Afrikaner gezimmert, doch Musa schon eine Uhrzeigerumdrehung später den Ausgleich markiert. Mit einem seiner berühmten Freistoß-Schlenzer, mit links von halbrechts vor dem 16er abgegeben, brachte Messi die Südamerikaner kurz vor der Pause erneut in Front. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel glich Musa für die starken Nigerianer wieder aus, doch Rojo markierte in der 50. Minute den 3:2-Endstand für die Albiceleste. Doch auch die "Super Eagles" erreichten das Achtelfinale, denn Bosnien-Herzegowina half durch ein 3:1 über den Iran. Theoretisch hätten die Perser durch einen Sieg weiter kommen können, doch das Team hatte im Angriff herzlich wenig zu bieten, traf nur zum 1:2 durch Ghoochannejad (82.). Die Balkan-Kicker bestimmten durchweg das Geschehen und überzeugten erstmals bei dieser WM durch Treffer von Dzeko (23.), Pjanic (59.) und Vrsajic (83.), waren aber nach den beiden vorherigen Niederlagen bereits vor dieser Partie ausgeschieden.

Für die Schweiz war gegen Honduras nicht einmal ein Glanzleistung nötig, um den Gegner deutlich mit 3:0 zu distanzieren. Alle drei Treffer gingen auf das Konto des quirligen Angreifers vom FC Bayern, Xherdan Shaqiri, der wie entfesselt spielte und sogar noch öfter hätte in Schwarze treffen können. Dreimal zog Shaqiri mit links ab, dreimal musste Keeper Valladares hinter sich greifen (6., 31., 71.). Die Mittelamerikaner waren keineswegs ohne Möglichkeiten, doch der Wolfsburger Schlussmann Benaglio hatte ebenfalls einen guten Tag erwischt und wehrte alles ab, was auf seinen Kasten kam. Damit hatten die Eidgenossen den Grundstein fürs Weiterkommen gelegt. Und weil Ecuador in einer gerade einmal mittelprächtigen Partie gegen Frankreich nur ein 0:0 erreichte, zudem ab der 50. Minute ohne Antonio Valencia nach dessen Platzverweis in Unterzahl agieren musste, war der Zug für die Südamerikaner schon frühzeitig recht unerreichbar abgefahren. Somit durfte sich die halbe B-Elf Frankreichs schon etwas auf das Achtelfinale gegen Nigeria einstimmen. Die Schweiz muss sich ein der ersten K.o-Runde mit der Messi-Truppe aus Argentinien messen.



Mir sin noch net im Finale, mir müsset erst Fußball spiele!

— Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, vor dem Pokal-Halbfinale beim Hamburger SV (3:1) in der ARD.