In Südamerika dürfte der Zug für Paraguay und Bolivien in der WM-Qualifikation bereits abgefahren sein. Argentinien, Kolumbien und Ecuador liegen dagegen auf Kurs. Der CONCACAF-Verband steht unmittelbar davor, die sechs finalen Kandidaten seiner abschließenden Gruppenphase zu ermitteln.
Südamerika
Nach neun von 16 Runden in der Qualifikationsrunde des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL hat sich ein Trio leicht abgesetzt: Argentinien (17 Punkte), Kolumbien und Ecuador (jeweils 16). Im Kampf um den vierten Rang, der auch noch die direkte Endrundenteilnahme garantiert, liegen Uruguay und Chile mit jeweils zwölf Zählern gleichauf, Venezuela (11) knapp dahinter. Der neunte Spieltag stand im Zeichen der Heimmannschaften. Argentinien, mit dem zweifachen Torschützen Messi (65./80.) sowie Aguero (75.), hielt den Konkurrenten Uruguay dank eines 3:0-Erfolges auf Distanz. Mit seinen zweiten Treffer, einem Freistoß, überrumpelte Messi den Gegner: „Ich habe gesehen, dass Muslera den Ball von oben erwartet hat, weil er weiß, dass ich gerne hoch schieße. Und ich habe gewusst, dass die Spieler in der Mauer hochspringen würden, deshalb habe ich den Ball unten durchgeschossen.“ Kolumbien - mit schon drei Auswärtssiegen auf der Habenseite - schickte die reichlich abgeschlagene Mannschaft Paraguays (4 Punkte) mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck auf die Heimreise und Ecuador bezwang Chile mit 3:1. Bolivien, mit seinen fünf Punkten auch schon aussichtslos im Hintertreffen, trennte sich im heimischen La Paz 1:1 unentschieden von Peru (8 Punkte).
Nord- und Zentralamerika und Karibik
Die WM-Qualifikation des CONCACAF steuert gerade auf eine Wegesgabel zu. Aus den derzeit noch drei Vierergruppen bilden die jeweils zwei Erstplatzierten jene Sechsergruppe, aus der die drei oberen Teams das WM-Ticket direkt buchen, derweil der Viertplazierte noch eine Play-off-Chance erhält.
In der Gruppe A liegen derzeit die USA und Guatemala mit jeweils zehn Punkten vorn. Diese beiden Teams spielen in der ausstehenden letzten Runde gegeneinander und wären mit einem Unentschieden weiter. Gibt es jedoch kein Remis, wäre Jamaika (7 Punkte, spielt noch gegen Antigua/Barbuda) noch im Rennen und könnte mit einem klaren Sieg durch das bessere Torverhältnis weiterkommen.
Vor dem letzten Spieltag ist eine Entscheidung in der Gruppe B gefallen: Mexiko (15 Punkte) hat den Sprung in die letzte Runde bereits sicher, derweil Costa Rica (7) und El Salvador (5) noch um Platz zwei streiten.
Enger geht es in der Gruppe C zu, die von Panama und Kanada (je 10 Zähler) angeführt wird. Honduras (8 Punkte) hätte mit einem Sieg im abschließenden Spiel gegen Kanada noch die Chance, an den Maple Leafs vorbeizuziehen. In dem Fall müssten die Kanadier auf einen hohen Erfolg Kubas gegen Panama hoffen, um über die Tordifferenz im Rennen zu bleiben. Die bisherige Bilanz der Kubaner in der Gruppe (0 Punkte/0:9 Tore) lässt diese Möglichkeit jedoch gering erscheinen.
André Schulin
Wären wir Zweiter geworden, dann gäbe es im nächsten Jahr nur noch eine einzige Steigerung.
— Kölns Trainer-Newcomer Christoph Daum nach seiner Premieren-Saison 1987/88 und Rang drei.