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Mexiko bangt

von Günther Jakobsen13:16 Uhr | 12.09.2013

Der afrikanische Verband CAF kann noch keinen Endrundenteilnehmer benennen, aber in den anderen Kontinentalverbänden kristallisierten sich erste Mannschaften heraus, die 2014 in Brasilien dabei sind.

Jede Menge Vorentscheidungen und zwei definitive WM-Tickets - Italien (Gruppe B) und die Niederlande (Gruppe D) sind nicht mehr von Platz eins zu verdrängen - ergaben sich in der UEFA-Qualifikation. In Südamerika (CONMEBOL) holte Argentinien (29 Punkte) mit dem 5:2-Auswärtssieg in Paraguay die entscheidenden drei Punkte, um sicher unter den vier Erstplatzierten zu landen, denen die direkte Endrundenteilnahme zusteht. Kolumbien (26) hat bei zwei noch ausstehenden Spielen trotz der 0:2-Niederlage in Uruguay gute Karten, ebenfalls in Brasilien anzutreten. Man empfängt noch die drittplatzierten Chilenen (24), und selbst wenn dieses Spiel verloren ginge, erscheint es unwahrscheinlich, dass sowohl Ecuador wie auch Uruguay (jeweils 22 Punkte), die noch gegeneinander spielen, gemeinsam vorbeiziehen. Platz fünf in der Südamerika-Quali, derzeit von Uruguay besetzt, berechtigt zum Play-off gegen ein asiatisches Team (Jordanien, nach einem 9:8 nach Elfmeterschießen in Usbekistan). Rechnerisch könnte Venezuela (19) noch durch diese Hintertüre schlüpfen. Allerdings hat das Team um Gladbachs Ballkünstler Arango nur noch ein Spiel ausstehen - aus eigener Kraft kann man es nicht mehr schaffen. Die vier direkten Startplätze des asiatischen Verbandes AFC gingen an Iran, Südkorea, Japan und Australien.

Der ozeanische Verband OFC erhielt kein Direktticket für Brasilien, hat seine Qualifiktionsrunden allerdings mit dem erwarteten Erfolg der Auswahl Neuseelands bereits abgeschlossen. Die "All Whites" streben ihre dritte WM-Teilnahme an, müssen dafür jedoch noch im Play-off gegen den viertplatzierten CONCACAF-Vertreter (Nord-, Zentralamerika und Karibik) bestehen. Dieser Gegner steht noch nicht fest, wohl aber - zwei Spieltage vor Schluss - dass die von Jürgen Klinsmann gecoachten USA (16 Punkte) sowie Costa Rica (15) vorzeitig die Endrunde erreicht haben. Im Kampf um den dritten direkten Startplatz hat derzeit Honduras (11) die Nase vorn, könnte allerdings noch von Panama und Mexiko (jeweils 8 Zähler) abgefangen werden. Die sonst in der Region führenden Mexikaner (9-facher Gold-Cup-Gewinner) fielen nach der 0:2-Niederlage gegen die US-Boys auf den 5. Rang zurück; es verbleiben noch die Duelle mit Panama und in Costa Rica, um den Traum von der 15. WM-Teilnahme zu verwirklichen. Wer die fünf afrikanischen Endrunden-Teams sein werden, ist noch nicht absehbar. In der CAF-Qualifikation sind jedoch bereits jene zehn Mannschaften bekannt, aus denen die Teilnehmer letztendlich hervorgehen: Die Elfenbeinküste, Ghana, Algerien, Nigeria, Kap Verde, Burkina Faso, Kamerun, Ägypten, Senegal und Äthiopien. Per Auslosung werden fünf Duelle ermittelt (Hin- und Rückspiel), deren Sieger dem Turnier beiwohnen.

Nachtrag: Wegen eines Regelverstoßes wurden dem Team von Kap Verde nachträglich drei
Punkte entzogen; Tunesien rückte nach.



Wenn es nur die Jacketkronen sind, die bezahle ich ihm gerne.

— Toni Schumacher über sein legendäres Foul an Frankreichs Patrick Battiston und dem Hinweis französischer Journalisten, der verletzte Gegenspieler habe dabei auch Zähne verloren...